In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

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KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
HerstellerinformationMykronor®NoradrenalinAguettant Deutschland15.07.2026
Rote-Hand-BriefeIxchiqChikungunya-ImpfstoffValneva Austria14.07.2026
ChargenrückrufNystaderm®-S 100.000 I.E. / ml Suspension zur Anwendung in der Mundhöhle und zum Einnehmen, 24 ml, 24 mlNystatinDermapharm03936713
03936736
03936742
13.07.2026
HerstellerinformationVictoza®LiraglutidNovo Nordisk Pharma10.07.2026
ChargenrückrufLitalir 500 mg Hartkapseln, „CC Pharma“HydroxycarbamidCC Pharma0927563209.07.2026
HerstellerinformationIfosfamid Injections 1 g / 20 ml (50 mg / ml) und 3 g / 60 ml Hikma Pharma08.07.2026
Rote-Hand-BriefeKeppra®LevetiracetamUCB Pharma1916438808.07.2026
HerstellerinformationAdenosin Hikma 6 mg / 2 ml, InjektionslösungAdenosinHikma Pharma08.07.2026
ChargenrückrufSpasmex 15 mg Filmtabletten, „EurimPharm“TrospiumchloridEurimPharm Arzneimittel19054139
18032874
08.07.2026
Rückrufe allgemeinIchtholan® 10% Salbe, 15 g, Ichtholan® 20% Salbe, 15 g, 40 g und 250 g, Ichtholan® 50% Salbe, 15 g, 25 g und 40 gAmmoniumbituminosulfonatIchthyol-Gesellschaft Cordes, Hermanni & Co. (GmbH & Co.) KG04404674
00741794
04643611
04643605
11172572
01050129
04643640
03.07.2026
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenBMG/BfArM: Eingrenzung des Versorgungsmangels Antibiotika-haltiger Säfte für Kinder30.06.2025
Information der Institutionen und BehördenBMG: Versorgungsmangel für Fosfomycin-haltige Arzneimittel zur Herstellung einer Infusionslösung festgestellt - Update12.06.2025
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Dobutamin-hameln 5 mg/ml und 12,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung: Gestattung zur Inverkehrbringung in englischer Aufmachung10.06.2025
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Risiko für Missbrauch von Ketamin- und Esketamin-haltigen Arzneimitteln10.06.2025
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Änderung der Produktinformationen für Paracetamol-haltige Arzneimittel (mit Standardzulassung): Risiko einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (HAGMA)10.06.2025
Information der Institutionen und BehördenUrbason solubile forte (Methylprednisolon) 1000 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions- beziehungsweise Infusionslösung: Gestattung zur Inverkehrbringung 06.06.2025
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Hinweis zur Referenzdatenbank für Fertigarzneimittel: Patientenverständlich gestaltete Wirkstoffbezeichnung korreliert in Einzelfällen nicht mit der angegebenen Wirkstoffstärke im BMP06.06.2025
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Lieferengpass Calciumfolinat-haltiger Parenteralia: Einschränkung der Distributionswege und eine kontingentierte Abgabe angeordnet - Update06.06.2025
Information der Institutionen und BehördenEMA/CHMP: Empfehlungen zur Harmonisierung der Anwendungsgebiete für Azithromycin-haltige Arzneimittel und für neue Warnhinweise in den Produktinformationen27.05.2025
Information der Institutionen und BehördenBfArM: neue Monografie für die Standardzulassung „Xylometazolin-HCl-Lösung 0,1 %“20.05.2025

Herstellerinformation

Informationsschreiben zu diversen Insulin-haltigen Arzneimitteln der Lilly Deutschland GmbH: Einstellung des Vertriebs

Hersteller:
Lilly Deutschland GmbH
Datum:
24.04.2026

AMK / Die Firma Lilly Deutschland GmbH informiert mittels Informationsschreiben über die Einstellung der Vermarktung von Liprolog® (Insulin lispro) und Berlinsulin® (Insulin human) sowie der 5er-Packungen von Abasaglar® (Insulin glargin), Huminsulin® (Insulin human), Humalog® (Insulin lispro) und Lyumjev® KwikPens (Insulin lispro) bis Ende letzten Jahres. Restbestände wurden im ersten Quartal 2026 abverkauft.

Um das Risiko einer Unterbrechung der Insulintherapie zu vermeiden, ist es erforderlich, betroffene Patienten rechtzeitig auf eine alternative Insulintherapie umzustellen. Weiterhin sollten keine neuen Patienten auf die genannten Insulinpräparate eingestellt werden.

Auch ist sicherzustellen, dass alle Patienten über Änderungen in der Insulinbehandlung beraten werden. Dies schließt gegebenenfalls eine notwendige Dosisanpassung sowie eine zusätzliche Blutzuckerkontrolle ein, insbesondere bei Schwangeren und Kindern, da bei diesen das Risiko einer Hypoglykämie erhöht sein kann. Beim Wechsel auf eine neue Darreichungsform bzw. auf ein neues Applikationssystem kann zudem eine Schulung der Patienten erforderlich sein.

Die Firma weist ferner darauf hin, dass die Umstellung der Insulintherapie zu einer instabilen Stoffwechsellage führen kann, welche wiederum Beeinträchtigungen im täglichen Leben des Patienten (z. B. beim Führen eines Kraftfahrzeugs) zur Folge haben kann. Die Umstellung muss daher unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Weitere Informationen, wie eine Übersicht alternativer Insuline, sind dem Informationsschreiben zu entnehmen. 

Die AMK bittet Apothekerinnen und Apotheker, Patienten angemessen zu informieren und Risiken im Zusammenhang mit der Umstellung auf neue Insulinpräparate unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /


Quellen
BfArM; Informationsschreiben der Lilly Deutschland GmbH zur Markteinstellung der Arzneimittel Liprolog®, Berlinsulin® und der 5er-Packungen von Abasaglar®, Huminsulin®, Humalog®, Lyumjev® KwikPens®. www.bfarm.de → Arzneimittel → Arzneimittelinformationen → Lieferengpässe → Maßnahmen des BfArM (Zugriff am 23. April 2026)