AMK / Das BfArM und das PEI machen in einer Pressemitteilung auf die
„MedSafetyWeek“ aufmerksam, die vom 3. bis 9. November 2025 zum nun
zehnten Mal stattfindet. Insgesamt über 115 Länder weltweit nehmen an
der Kampagne teil, die darauf abzielt, das Bewusstsein für das Melden
von Nebenwirkungen zu schärfen (1). Das diesjährige Motto lautet „We can
all help make medicines safer“ (zu deutsch: Wir alle haben es in der
Hand, Arzneimittel sicherer zu machen).
Damit spricht die
Kampagne gleichermaßen Angehörige der Gesundheitsberufe, Patienten sowie
deren Angehörige an. Fokussiert wird insbesondere darauf, dass nicht
alle Nebenwirkungen eines Arzneimittels bereits vor der Zulassung
erkannt werden können. Spontanberichte liefern daher wichtige Hinweise
auf mögliche Risiken und helfen dabei, neue oder seltene Nebenwirkungen
frühzeitig zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zum Schutz der
Patientensicherheit zu ergreifen.
Die AMK nimmt dies zum
Anlass, insbesondere Apothekerinnen und Apotheker zur Meldung von
Nebenwirkungen zu motivieren und empfiehlt, Patienten oder deren
Angehörige im Beratungsgespräch gezielt nach der Verträglichkeit ihrer
Arzneimittel zu fragen. So können mögliche Nebenwirkungen identifiziert
und gemeldet werden.
Apotheken sollten hierfür strukturierte
Prozesse zur Dokumentation von Arzneimittelrisiken etablieren und das
gesamte pharmazeutische Personal mit dem AMK-Meldesystem vertraut
machen. Nützliche Leitlinien und Arbeitshilfen der Bundesapothekerkammer
können hierbei eine Orientierung bieten (2, 3).
Die
AMK-Berichtsformulare sind online unter www.arzneimittelkommission.de
abrufbar. Zudem stehen dort Flyer sowie das Lernvideo „Arzneimittel
sicherer machen!“ zur Verfügung. Die Geschäftsstelle der AMK ist per
Kontaktformular, E-Mail (amk@arzneimittelkommission.de) oder telefonisch
unter 030 40004 552 erreichbar.
Die AMK dankt allen Apothekerinnen und Apothekern für ihr Engagement zur Meldung von Arzneimittelrisiken. /
Quellen
1) BfArM; 10 Jahre #MedSafetyWeek – Wir alle haben es in
der Hand, Arzneimittel sicherer zu machen. www.bfarm.de → Presse →
Pressemitteilungen des BfArM (Zugriff am 3. November 2025)
2) ABDA;
Leitlinie der Bundesapothekerkammer zur Qualitätssicherung / Risiken bei
Arzneimitteln und Medizinprodukten – Maßnahmen in der Apotheke.
www.abda.de → Für Apotheker → Qualitätssicherung → Leitlinien (Zugriff
am 30. Oktober 2025)
3) ABDA; Leitfaden für die praktische
Ausbildung von Pharmazeuten im Praktikum in der Apotheke. www.abda.de →
Für Apotheker → Berufsausübung → Ausbildung und Approbation → Leitfaden
(Zugriff am 30. Oktober 2025)