In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

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KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
Rückrufe allgemeinDepo Provera 150 mgMedroxyprogesteronCC Pharma0016854418.09.2024
HerstellerinformationOcalivaObeticholsäureAdvanz Pharma Specialty Medicine Deutschland17.09.2024
ChargenrückrufDuloxetin Glenmark 30 mg magensaftresistente Hartkapseln, Duloxetin Glenmark 60 mg magensaftresistente HartkapselnDuloxetinGlenmark Arzneimittel18009332
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11323373
12.09.2024
Chargenrückruf1 M-Kaliumchlorid-Lösung 7,46 % DELTAMEDICA InfusionslösungskonzentratKaliumchloridDeltamedica1403657904.09.2024
ChargenrückrufTramagit® 200 mg RetardtablettenTramadolKrewel Meuselbach02327343
02327366
02327372
04.09.2024
ChargenrückrufSpiriva® 18 Mikrogramm Hartkapseln mit Pulver zur InhalationTiotropiumBoehringer Ingelheim Pharma1581719004.09.2024
HerstellerinformationSalbutamolHexal03.09.2024
ChargenrückrufVitamin B12-ratiopharm® N InjektionslösungCyanocobalaminratiopharm0726079603.09.2024
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Piasky®Crovalimab Roche01.09.2024
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Awiqli®Insulin icodec Novo Nordisk01.09.2024
Zeige Ergebnisse 561-570 von 612.
KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenPaul-Ehrlich-Institut warnt: Manipulationen/Fälschungen von Humira (Adalimumab)28.04.2015
Information der Institutionen und BehördenCodein bei Kindern unter 12 Jahren auch zur Behandlung von Husten kontraindiziert28.04.2015
Information der Institutionen und BehördenHaben Sie Fragen an das BfArM?21.04.2015
Information der Institutionen und BehördenBfArM informiert über mögliche Arzneimittelfälschung von Viread (Tenofovir)14.04.2015
Information der Institutionen und BehördenFetotoxisches Risiko der Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten und ACE-Hemmer14.04.2015
Information der Institutionen und BehördenPRAC empfiehlt Änderung der Produktinformationen Ibuprofen-haltiger Arzneimittel14.04.2015
Information der Institutionen und BehördenLimptar N (Chininsulfat): Anwendungsgebiet eingeschränkt07.04.2015
Information der Institutionen und BehördenSchwere Herzrhythmusstörungen durch mögliche Wechselwirkungen von Sofosbuvir-haltigen Kombinationen gegen Hepatitis C und Bradykardie-auslösenden Arzneimitteln (Amiodaron)31.03.2015
Information der Institutionen und BehördenFehlerhafte DAC/NRF-Rezepturhinweise zu Levothyroxin-Natrium korrigiert31.03.2015
Information der Institutionen und BehördenEU: Ephedrakraut in Nahrungsergänzungen künftig verboten24.03.2015

Herstellerinformation

Informationsschreiben zu Mounjaro® (▼, Tirzepatid) KwikPen®: modifizierte Pens ohne sichtbares Restvolumen nach letzter Dosisr

Hersteller:
Lilly Deutschland GmbH
Produkt:
Mounjaro®
Wirkstoff:
Tirzepatid
Datum:
20.01.2026

AMK / Die Lilly Deutschland GmbH informiert mittels Informationsschreiben über eine technische Anpassung des Mounjaro® (▼, Tirzepatid) KwikPen®, wodurch nach der letzten (vierten) Dosis kein sichtbares Restvolumen mehr im Pen verbleibt.

Tirzepatid ist ein lang wirkender GIP- und GLP-1-Rezeptoragonist zur Behandlung von Erwachsenen mit unzureichend eingestelltem Typ-2-Diabetes mellitus als Ergänzung zu Diät und Bewegung, entweder als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antidiabetika. Zudem ist Tirzepatid zur Gewichtskontrolle in Verbindung mit einer kalorienreduzierten Diät und erhöhter körperlichen Aktivität zugelassen bei einem BMI ≥ 30 kg/m² (Adipositas) oder ≥ 27 kg/m² (Übergewicht) bei mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung.

Im ursprünglichen KwikPen® verblieb durch produktseitige Überfüllung mit Wirkstofflösung nach vier ordnungsgemäßen Entnahmen noch ein sichtbares Restvolumen. Dies konnte bei Patienten den Eindruck erwecken, dass nach vier Anwendungen eine weitere (Rest-)Dosis verfügbar sei, die jedoch nicht appliziert werden kann. Infolgedessen waren Patienten irritiert und versuchten teilweise die verbliebene Restmenge manipulativ mittels separater Spritze zu entnehmen; die AMK berichtete hierzu (Pharm. Ztg. 2025 Nr. 6, Seite 81–83). Seit Markteinführung gingen hierzu bei der AMK 775 Meldungen aus Apotheken ein.

Die ersten modifizierten Pens werden laut Firma voraussichtlich ab Januar 2026 ausgeliefert. Übergangsweise sollen sowohl der ursprüngliche als auch der modifizierte KwikPen® parallel im Markt verfügbar sein.

Nähere Informationen, einschließlich einer graphischen Abbildung der technischen Anpassung des KwikPen®, können dem Informationsschreiben entnommen werden.

Die AMK möchte sich bei allen Apothekerinnen und Apothekern für ihr andauerndes Meldeverhalten bedanken, wodurch firmenseitige Anpassungen im Sinne des vorbeugenden Patientenschutzes umgesetzt wurden. Weiterhin sollten Patienten angemessen zur sicheren Anwendung beraten werden, um (potenziellen) Medikationsfehlern – insbesondere in der Umstellungsphase – vorzubeugen. Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit der Anwendung von Mounjaro® KwikPen®, sind bitte unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /

 

Quellen
Lilly Deutschland GmbH an AMK (E-Mail-Korrespondenz); Derzeitiger Entwurf der Kommunikation zum neuen Mounjaro® KwikPen®. (18. Dezember 2025)