In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

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KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
ChargenrückrufAmBisome liposomal 50 mg Pulver zur Herstellung einer InfusionsdispersionAmphotericin BGilead Sciences1632082418.10.2024
ChargenrückrufArpoya 30 mg TablettenAripiprazolHeumann Pharma & Co. Generica KG1113329918.10.2024
HerstellerinformationEMRAmed Arzneimittel17.10.2024
ChargenrückrufMykosert® Spray bei Haut- und FußpilzSertaconazolDr. Pfleger Arzneimittel15579715
15432455
17.10.2024
HerstellerinformationCC Pharma16.10.2024
Herstellerinformation14.10.2024
ChargenrückrufFette Pharma GmbHRE:CANNIS 1/17 CBD Cannabisblüten1875120914.10.2024
Herstellerinformation09.10.2024
ChargenrückrufDuloxetin beta 60 mg magensaftresistente HartkapselnDuloxetinbetapharm Arzneimittel1109655209.10.2024
ChargenrückrufDuloxetin neuraxpharm 60 mg magensaftresistente HartkapselnDuloxetinneuraxpharm Arzneimittel11002114
14289530
11002166
09.10.2024
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenNeue Postanschrift der AMK03.11.2015
Information der Institutionen und BehördenMycophenolat (z. B. CellCept): Verschärfung der Warnungen um die Anwendung in der Schwangerschaft zu verhindern03.11.2015
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Ruhen der Zulassung Hydroxyethylstärke-haltiger Infusionslösungen der Firma Serumwerk Bernburg AG befristet angeordnet27.10.2015
Information der Institutionen und BehördenEMA empfiehlt für Dimethylfumarat-haltige Arzneimittel (Tecfidera, Fumaderm) weitere Therapiekontrollen zur Risikominimierung einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML)27.10.2015
Information der Institutionen und BehördenEMA empfiehlt Ruhen der Zulassung für Inductos 1,5 mg/ml (Dibotermin alfa)27.10.2015
Information der Institutionen und BehördenAntibiotikaresistenzen: Regelmäßig aktualisierte Angaben zur Resistenz­situation in Fachinformationen systemischer Antibiotika20.10.2015
Information der Institutionen und BehördenAkdÄ: Leukenzephalopathie und Hirnödem unter Behandlung mit Etanercept (Enbrel)13.10.2015
Information der Institutionen und BehördenBundesapothekerkammer: Handlungsempfehlungen zur rezeptfreien Abgabe oraler Notfallkontrazeptiva aktualisiert13.10.2015
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Sicherheitsmaßnahmen für Adrenalin-haltige Autoinjektoren06.10.2015
Information der Institutionen und BehördenFDA prüft die Anwendungssicherheit von Tramadol bei Kindern unter 17 Jahren29.09.2015

Information der Institutionen und Behörden

BfArM: Lieferengpass von Temodal® (Temozolomid) 2,5 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung: Empfehlung zur Anwendung bei Patienten, bei denen eine orale Gabe nicht vertretbar ist

Produkt:
Temodal®
Wirkstoff:
Temozolomid
Datum:
15.05.2026

AMK / Das BfArM informiert über einen aktuell bestehenden Lieferengpass des Arzneimittels Temodal® (Temozolomid) 2,5 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung (1). Der Eintrag in die Lieferengpassdatenbank des BfArM erfolgte zum 13. April 2026, das Ende des Engpasses wird auf den 17. Juni 2026 terminiert. Als Grund für den Lieferengpass wird eine erhöhte Nachfrage angegeben (2).

Das Zytostatikum wird unter anderem zur Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostiziertem Glioblastoma multiforme sowie bei Kindern ab drei Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen mit rezidivierenden oder progredienten malignen Gliomen verwendet.

Das BfArM stuft den Lieferengpass als kritisch ein. Da die parenterale Applikationsform von Temozolomid nicht bei allen Patienten durch eine orale Therapie ersetzt werden kann und therapeutische Alternativen nicht zur Verfügung stehen, empfiehlt das BfArM den Einsatz der parenteralen Applikationsform auf die Patienten zu beschränken, bei denen eine orale Gabe nicht vertretbar ist.

Die Versorgung mit Temozolomid zur oralen Anwendung sei nach derzeitigem Kenntnisstand nicht vom Lieferengpass betroffen.

Die AMK bittet Apothekerinnen und Apotheker, belieferte Stationen und Institutionen angemessen zu informieren und Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit Temozolamid-haltigen Arzneimitteln unter www.arzneimittelkommission.de zu melden.

 

Quellen
1. BfArM; Beirat Liefer- und Versorgungsengpässe an AMK (E-Mail-Korrespondenz): Lieferengpass Temozolomid parenteral (12. Mai 2026)
2. BfArM; Veröffentlichte Lieferengpassmeldungen. www.bfarm.de → Arzneimittel → Lieferengpässe → Lieferengpass Datenbanken (Zugriff am 13. Mai 2026)