In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

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KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
HerstellerinformationTrulicity®DulaglutidLilly Deutschland09.01.2025
ChargenrückrufDolcontral® 100 mg ZäpfchenPethidinmibe Arzneimittel0400848708.01.2025
ChargenrückrufPomalidomid Viatris 1 mg und 2 mg HartkapselnPomalidomidViatris Healthcare19139663
19139700
03.01.2025
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Balversa®Erdafitinib Janssen01.01.2025
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Casgevy®Exagamglogen AutotemcelVertex Pharmaceuticals01.01.2025
ChargenrückrufFosfomycin Eberth 2 g Pulver zur Herstellung einer InfusionslösungFosfomycinDr. Friedrich Eberth Arzneimittel18167551
18167568
27.12.2024
HerstellerinformationSanofi-Aventis Deutschland27.12.2024
ChargenrückrufMetamizol Zentiva 500 mg / ml und Novaminsulfon 500 mg LichtensteinZentiva Pharma17418927
17418956
04443361
03507946
03507952
23.12.2024
ChargenrückrufAirbufo Forspiro 160 µg / 4,5 µg einzeldosiertes Pulver zur Inhalation, „1 0 1 Carefarm“Budesonid, Formoterol1 0 1 Carefarm18913327
18913310
23.12.2024
HerstellerinformationFumaderm® initial und Fumaderm®Dimethylfumarat, EthylhydrogenfumaratBiogen20.12.2024
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenBfArM/PEI: Blaue-Hand-Symbol kennzeichnet Schulungsmaterial06.12.2016
Information der Institutionen und BehördenAMK: NSAR-haltige Gele (unter anderem Diclofenac) – Risiko für zum Teil schwerwiegende Hautreaktionen beachten29.11.2016
Information der Institutionen und BehördenMedizinprodukte: geänderte Meldepflichten bei Vorkommnissen ab 201708.11.2016
Information der Institutionen und BehördenMetformin bei mäßig eingeschränkter Nierenfunktion nicht mehr kontraindiziert25.10.2016
Information der Institutionen und BehördenEMA: Empfehlungen zur Vermeidung von Dosierungsfehlern bei peroralen Levetiracetam-haltigen Lösungen (Keppra 100 mg/ml Lösung zum Einnehmen)18.10.2016
Information der Institutionen und BehördenHepatitis-B-Reaktivierung durch direkt wirkende Virustatika zur Behandlung der Hepatitis C11.10.2016
Information der Institutionen und BehördenÄnderungen in der Verschreibungspflicht04.10.2016
Information der Institutionen und BehördenKardiomyopathie unter Quetiapin27.09.2016
Information der Institutionen und BehördenExtern applizierte Minoxidil-haltige Arzneimittel: schwere allergische Reaktionen13.09.2016
Information der Institutionen und BehördenExogene Lipidpneumonie: Keine Entwarnung bei Anwendung von öligen Nasensprays und -tropfen mit Lipiden pflanzlichen Ursprungs23.08.2016

Herstellerinformation

Rote-Hand-Brief zu Mykronor® (Noradrenalin): Risiko von Medikationsfehlern durch Neueinführung einer erheblich niedrigeren Dosierung

Hersteller:
Aguettant Deutschland GmbH
Produkt:
Mykronor®
Wirkstoff:
Noradrenalin
Datum:
15.07.2026

AMK / Die Firma Aguettant Deutschland GmbH informiert mittels Rote-Hand-Brief in Abstimmung mit dem BfArM über das Risiko von Medikationsfehlern im Zusammenhang mit der Markteinführung von Mykronor® (Noradrenalin) 5 Mikrogramm/ml Injektions-/Infusionslösung. Die abweichende Wirkstärke und Aufmachung der neuen Darreichungsform könne zu Verwechslungen und Dosierungsfehlern führen.

Das Arzneimittel in der Konzentration 5 Mikrogramm/ml ist nur zur Wiederherstellung und Aufrechterhaltung des perioperativen Blutdrucks bei Erwachsenen nach Spinal- oder Allgemeinanästhesie angezeigt. Es ist nicht für Notfallsituationen oder die intensivmedizinische Anwendung zugelassen.

Die Firma weist darauf hin, dass die Konzentrationsangabe von 5 Mikrogramm/ml deutlich von den bislang marktüblichen Noradrenalin-Präparaten abweicht, deren Stärken üblicherweise in Milligramm/ml angegeben werden. Dadurch besteht insbesondere das Risiko einer Fehlinterpretation der Stärkeangabe (als 5 mg/ml). Zudem wird das Arzneimittel in 20 ml- und 50 ml-Durchstechflaschen angeboten, wodurch Verwechslungen mit bereits verfügbaren Noradrenalin-Infusionslösungen ähnlicher Packungsgrößen möglich sind. Das Arzneimittel ist zur direkten Anwendung bestimmt und darf nicht verdünnt oder mit anderen Arzneimitteln gemischt werden. Patienten sollen während der Noradrenalin-Gabe engmaschig überwacht werden.

Weitere Informationen sind dem Rote-Hand-Brief zu entnehmen.

Die AMK bittet Apothekerinnen und Apotheker, belieferte Institutionen angemessen zu informieren und Arzneimittelrisiken, einschließlich (potenzieller) Medikationsfehler, im Zusammenhang mit der Anwendung von Mykronor® unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /


Quellen
BfArM; Rote-Hand-Brief zu Mykronor 5 Mikrogramm/ml Injektions-/Infusionslösung: Risiko von Medikationsfehlern. www.bfarm.de → Arzneimittel → Pharmakovigilanz → Risikoinformation (15. Juli 2026)