In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

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KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
HerstellerinformationTecrapharm (Germany)13.01.2025
Rote-Hand-BriefeVeozaFezolinetantAstellas Pharma13.01.2025
HerstellerinformationMicro Labs10.01.2025
HerstellerinformationTrulicity®DulaglutidLilly Deutschland09.01.2025
ChargenrückrufDolcontral® 100 mg ZäpfchenPethidinmibe Arzneimittel0400848708.01.2025
ChargenrückrufPomalidomid Viatris 1 mg und 2 mg HartkapselnPomalidomidViatris Healthcare19139663
19139700
03.01.2025
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Balversa®Erdafitinib Janssen01.01.2025
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Casgevy®Exagamglogen AutotemcelVertex Pharmaceuticals01.01.2025
ChargenrückrufFosfomycin Eberth 2 g Pulver zur Herstellung einer InfusionslösungFosfomycinDr. Friedrich Eberth Arzneimittel18167551
18167568
27.12.2024
HerstellerinformationSanofi-Aventis Deutschland27.12.2024
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenBMG/BfArM: Versorgungsmangel mit Piperacillin-haltigen Arzneimitteln03.01.2017
Information der Institutionen und BehördenBfArM/PEI: Blaue-Hand-Symbol kennzeichnet Schulungsmaterial06.12.2016
Information der Institutionen und BehördenAMK: NSAR-haltige Gele (unter anderem Diclofenac) – Risiko für zum Teil schwerwiegende Hautreaktionen beachten29.11.2016
Information der Institutionen und BehördenMedizinprodukte: geänderte Meldepflichten bei Vorkommnissen ab 201708.11.2016
Information der Institutionen und BehördenMetformin bei mäßig eingeschränkter Nierenfunktion nicht mehr kontraindiziert25.10.2016
Information der Institutionen und BehördenEMA: Empfehlungen zur Vermeidung von Dosierungsfehlern bei peroralen Levetiracetam-haltigen Lösungen (Keppra 100 mg/ml Lösung zum Einnehmen)18.10.2016
Information der Institutionen und BehördenHepatitis-B-Reaktivierung durch direkt wirkende Virustatika zur Behandlung der Hepatitis C11.10.2016
Information der Institutionen und BehördenÄnderungen in der Verschreibungspflicht04.10.2016
Information der Institutionen und BehördenKardiomyopathie unter Quetiapin27.09.2016
Information der Institutionen und BehördenExtern applizierte Minoxidil-haltige Arzneimittel: schwere allergische Reaktionen13.09.2016

Rote-Hand-Briefe

Rote-Hand-Brief zu Irinotecan-haltigen Arzneimitteln: Arzneimitteltoxizität bei Patienten mit verringerter Uridin-Diphosphat-Glucuronosyl-Transferase 1A1 (UGT1A1)-Aktivität

Wirkstoff:
Irinotecan
Datum:
21.12.2021

AMK / Die Zulassungsinhaber Irinotecan-haltiger Arzneimittel informieren in Abstimmung mit dem BfArM mittels Rote-Hand-Brief über das Risiko von Arzneimitteltoxizität bei Patienten mit verringerter Aktivität der Uridin-Diphosphat-Glucuronosyl-Transferase 1A1 (UGT1A1).

Das Zytostatikum Irinotecan ist zur Behandlung von fortgeschrittenem/metastasierendem kolorektalem Karzinom, als Monotherapie und in Kombination mit 5-Fluorouracil und Folinsäure indiziert.

Irinotecan ist ein Prodrug, das durch Carboxylesterasen in Leber und Blut aktiviert wird. Die UGT1A1 ist an der metabolischen Deaktivierung (Glucoronidierung) beteiligt. Patienten, die langsame UGT1A1-Metaboliser sind, haben nach einer Behandlung mit Irinotecan ein erhöhtes Risiko für schwere Neutropenie und Durchfall. Dieses Risiko steigt mit der Dosis von Irinotecan an.

Eine geringere Irinotecan-Anfangsdosis sollte bei diesen Patienten in Betracht gezogen werden. Hierzu sind die geltenden klinischen Leitlinien zu berücksichtigen. Bei guter Verträglichkeit können nachfolgende Dosen erhöht werden.

Weitere Informationen sind dem Rote-Hand-Brief zu entnehmen. Die Fach- und Gebrauchsinformationen Irinotecan-haltiger Arzneimittel werden entsprechend aktualisiert.

Die AMK bittet ApothekerInnen, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Irinotecan-haltigen Arzneimittel unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /

Quellen
BfArM; Rote-Hand-Brief zu Irinotecan: Arzneimitteltoxizität bei Patienten mit verringerter UGT1A1-Aktivität www.bfarm.de -> Arzneimittel -> Rote-Hand-Briefe und Informationsbriefe (abgerufen am 21. Dezember 2021)