AMK / Die FDA warnt vor dem DRESS-Syndrom (Drug Rash with
Eosinophilia and Systemic Symptoms) unter der Behandlung mit dem
atypischen Neuroleptikum Olanzapin (zum Beispiel Zyprexa®). Das
DRESS-Syndrom ist eine schwere Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktion
mit Fieber, Hautausschlag, Lymphadenopathie, Eosinophilie und/oder
atypischer Lymphozytose und Beteiligung innerer Organe wie Leber und
Nieren. Die FDA empfiehlt, den Patienten die Zeichen für ein
DRESS-Syndrom zu erläutern und sie aufzufordern, gegebenenfalls umgehend
ärztliche Hilfe zu suchen (1).
In Europa hatte der PRAC im April 2016 empfohlen, das
DRESS-Syndrom als unerwünschte Wirkung mit unbekannter Häufigkeit in die
Fachinformationen Olanzapin-haltiger Arzneimittel aufzunehmen. Die
Packungsbeilage soll auf das DRESS-Syndrom als sehr seltene Nebenwirkung
hinweisen (2): Das Syndrom trete zunächst mit grippeähnlichen Symptomen
und Ausschlag im Gesicht auf, gefolgt von großflächigem Ausschlag,
hohem Fieber, vergrößerten Lymphknoten, erhöhten Leberenzymwerten und
einem Anstieg bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie). Die
Empfehlungen des PRAC werden an den CHMP beziehungsweise die CMDh
weitergeleitet, die ihrerseits Empfehlungen aussprechen werden. /
Quellen
- FDA;
FDA warns about rare but serious skin reactions with mental health drug
olanzapine. www.fda.gov → Drugs → Drug Safety and Availability → Drug
Safety Communications (10. Mai. 2016)
- EMA; PRAC recommendations on signals: 1.1 Olanzapine – Drug reaction with eosinophilia and systemic symptoms (DRESS). www.ema.europa.eu → document library → reference numbers: EMA/PRAC/259909/2016,
EMA/PRAC/285105/2016 (28. April 2016)