Informationsschreiben zu Genotropin GoQuick-Fertigpen: Möglicher Defekt am Dosiermechanismus
AMK /
In Abstimmung mit den zuständigen nationalen Behörden versandte die
Firma Pharmacia GmbH ein Informationsschreiben zu Genotropin
(Somatotropin) GoQick-Fertigpen. Das gentechnisch hergestellte
Wachstumshormon wird bei Kindern und Erwachsenen angewendet. Im
Schreiben werden medizinische Fachkräfte darauf hingewiesen, dass
aufgrund kräftigen Überdrehens des Dosierstabes die dort gewählte Dosis,
um einen Klick, also einen Dosis-Schritt, höher liegen kann als die im
Dosisfenster angezeigte Dosis. Dies kann zu einer zusätzlichen Gabe von
0,05 mg oder 0,15 mg Somatotropin führen, je nachdem, ob der 5-mg- oder
12-mg-Fertigpen verwendet wurde.
Der Zulassungsinhaber hält das Risiko für Patienten durch Gabe
einer erhöhten Dosis für vernachlässigbar. Zudem seien bislang keine
Hinweise auf unerwünschte Ereignisse aufgrund dieses Defektes gefunden
worden.
Apotheken werden gebeten, die Patienten daran zu erinnern, dass
diese die Anweisungen in der Gebrauchsinformation befolgen und die
Dosiseinstellungen abgleichen sollen, um die Verabreichung einer
falschen Dosis zu vermeiden.
Nicht alle bereits vertriebenen GoQuick-Fertigpens sind von dem
Defekt betroffen. Patienten mit einem defekten Pen sollen ihren Arzt
kontaktieren. Weitere Informationen sind bei Pfizer Medical Information
unter der Telefonnummer 030 550055 51 000 oder Faxnummer
030 550054 10 000 erhältlich.
Nach der der AMK vorliegenden Information kann auch Importware
betroffen sein, da die Arzneimittel innerhalb der EU vertrieben
wurden. Bei Vorliegen von Verdachtsfällen unerwünschter
Arzneimittelwirkungen und Anwendungsfehlern im Zusammenhang mit
Genotropin GoQuick-Fertigpen bittet die AMK um Meldung unter
www.arzneimittelkommission.de. /
Quellen
- Pfizer Pharma GmbH an AMK (E-Mail-Korrespondenz); Informationsschreiben zu Genotropin
GoQuick. (4. Januar 2016)