In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

JJJJ-MM-TT

Zeige Ergebnisse 3481-3490 von 3578.
KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
Rückrufe allgemeinCysto Myacyne N, 30, 10 x 30, 20 x 30 ml, Instillation, alle ChargenNeomycin sulfatSchur Pharmazeutika03484174
03561420
03484180
16.12.2014
Rückrufe allgemeinLevetiracetam beta und Losartan-Kalium betaLevetiracetam und Losartan-Kaliumbetapharm Arzneimittel08841041
08841058
08841064
08841070
08841087
08841093
08841101
08841118
08841124
08841130
08841147
08841153
09154549
09154555
09154561
16.12.2014
Rückrufe allgemeinMPA beta 500 und Met 850Medroxyprogesteron und Metforminbetapharm Arzneimittel07705212
07705229
07705235
08901412
16.12.2014
Rückrufe allgemeinTesticulus Similiaplex, 50 ml, Tropfen, alle ChargenTestes bovis D8 , Turnera diffusa D2, Ptychopetalum D2, Lactuca sativa ø, Nuphar lutea D2, Acidum phosphoricum D4Pascoe pharmazeutische Präparate0382926516.12.2014
ChargenrückrufAxura und Memantine MerzMemantinMerz Pharmaceuticals07747475
07747481
07747498
00143136
00143107
16.12.2014
ChargenrückrufBiochemie Pflüger 3 Ferrum phosphoricum D12, 400 Stück, Tabletten, Ch.-B.: 140929Ferrum phosporicum D12A. Pflüger0631886116.12.2014
ChargenrückrufEbixa 5 mg / Pumpenhub, 50 ml, 100 ml, Lösung zum Einnehmen, Ch.-B.: 365770, 370324, 370334, 474208Memantin Lundbeck07693561
07693638
16.12.2014
Rote-Hand-BriefeCellceptMycophenolatmofetil, aktiver Metabolit: MycophenolsäureRoche Pharma16.12.2014
Rote-Hand-BriefediverseNatriumvalproat, Valproinsäure, Valproat-Seminatrium und Valpromiddiverse16.12.2014
Rote-Hand-BriefeTecfideraDimethylfumaratBiogen Idec09.12.2014
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenParallel vertriebenes Avastin rumänischen Ursprungs: Charge B7011B03 vorsorglich untersuchen07.10.2014
Information der Institutionen und BehördenAmygdalin-haltige Arzneimittel sind bedenklich07.10.2014
Information der Institutionen und BehördenBfArM empfiehlt, auf Manipulationen bei importiertem Mabthera (Rituximab) und HerceptinV (Trastuzumab) zu achten23.09.2014

Rote-Hand-Briefe

Rote-Hand-Brief zu Ocrevus® (Ocrelizumab): Risiko für arzneimittelbedingte Leberschäden und neue Empfehlung zur Überwachung der Leberfunktion

Hersteller:
Hoffmann-La Roche Ltd und Genentech
Produkt:
Ocrevus®
Wirkstoff:
Ocrelizumab
Datum:
08.10.2026

Der Zulassungsinhaber Hoffmann-La Roche Ltd und Genentech informieren mittels Rote-Hand-Brief in Abstimmung mit der EMA und dem PEI über ein neues Risiko für Leberschäden unter der Behandlung mit Ocrevus®.

Der gegen CD20-exprimierende B-Zellen gerichtete monoklonale Antikörper Ocrelizumab wird zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose mit aktiver Erkrankung sowie mit früher primärer progredienter Multipler Sklerose eingesetzt und halbjährlich intravenös oder subkutan verabreicht.

Arzneimittelbedingte Leberschäden, einschließlich schwerer und lebensbedrohlicher Fälle, wurden als neues Risiko bei Patienten identifiziert, die mit Ocrelizumab behandelt wurden. Der Beginn lag zumeist innerhalb eines Monats nach der ersten Initialdosis.

Zur Risikominimierung sollen Leberfunktionstests vor Beginn der Behandlung sowie vor der zweiten initialen Infusion durchgeführt werden. Patienten sind über Anzeichen und Symptome eines Leberschadens zu informieren, etwa neu auftretende oder sich verschlechternde Fatigue (Ermüdung), Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, Beschwerden im rechten oberen Abdominalbereich, dunkler Urin oder Ikterus und anzuweisen, bei Verdacht unverzüglich einen Arzt aufzusuchen, um Leberfunktionstests durchführen zu lassen.

Wird ein Leberschaden bestätigt, ist Ocrelizumab abzusetzen. Die Behandlung soll nicht wieder aufgenommen werden, es sei denn, der Leberschaden ist auf eine alternative Ursache zurückzuführen.

Die Fach- und Gebrauchsinformationen werden entsprechend aktualisiert. Weitere Informationen sind dem Rote-Hand-Brief zu entnehmen.

Die AMK bittet Apothekerinnen und Apotheker, betroffene Patienten angemessen zu informieren und Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit der Anwendung von Ocrelizumab unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /

Quellen

PEI; Rote-Hand-Brief: Ocrevus® (Ocrelizumab). www.pei.de → Arzneimittelsicherheit → Pharmakovigilanz (8. Oktober 2026)