AMK / Die Firma Lilly Deutschland GmbH informiert mittels
Informationsschreiben über die Einstellung der Vermarktung von Liprolog®
(Insulin lispro) und Berlinsulin® (Insulin human) sowie der
5er-Packungen von Abasaglar® (Insulin glargin), Huminsulin® (Insulin
human), Humalog® (Insulin lispro) und Lyumjev® KwikPens (Insulin lispro)
bis Ende letzten Jahres. Restbestände wurden im ersten Quartal 2026
abverkauft.
Um das Risiko einer Unterbrechung der Insulintherapie zu vermeiden,
ist es erforderlich, betroffene Patienten rechtzeitig auf eine
alternative Insulintherapie umzustellen. Weiterhin sollten keine neuen
Patienten auf die genannten Insulinpräparate eingestellt werden.
Auch ist sicherzustellen, dass alle Patienten über Änderungen in der
Insulinbehandlung beraten werden. Dies schließt gegebenenfalls eine
notwendige Dosisanpassung sowie eine zusätzliche Blutzuckerkontrolle
ein, insbesondere bei Schwangeren und Kindern, da bei diesen das Risiko
einer Hypoglykämie erhöht sein kann. Beim Wechsel auf eine neue
Darreichungsform bzw. auf ein neues Applikationssystem kann zudem eine
Schulung der Patienten erforderlich sein.
Die Firma weist ferner darauf hin, dass die Umstellung der
Insulintherapie zu einer instabilen Stoffwechsellage führen kann, welche
wiederum Beeinträchtigungen im täglichen Leben des Patienten (z. B.
beim Führen eines Kraftfahrzeugs) zur Folge haben kann. Die Umstellung
muss daher unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Weitere Informationen, wie eine Übersicht alternativer Insuline, sind dem Informationsschreiben zu entnehmen.
Die AMK bittet Apothekerinnen und Apotheker, Patienten angemessen zu
informieren und Risiken im Zusammenhang mit der Umstellung auf neue
Insulinpräparate unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /
Quellen
BfArM; Informationsschreiben der Lilly Deutschland
GmbH zur Markteinstellung der Arzneimittel Liprolog®, Berlinsulin® und
der 5er-Packungen von Abasaglar®, Huminsulin®, Humalog®, Lyumjev®
KwikPens®. www.bfarm.de → Arzneimittel → Arzneimittelinformationen →
Lieferengpässe → Maßnahmen des BfArM (Zugriff am 23. April 2026)