AMK / Die Firma Baxter Deutschland GmbH informiert mittels
Informationsschreiben über einen aktuell bestehenden Lieferengpass des
Arzneimittels Endoxan (Cyclophosphamid) 200 mg, 500 mg und 1 g Pulver
zur Herstellung einer Injektionslösung in allen EU-Ländern. Die
Produktion ist aufgrund einer technischen Störung am
Auftragsfertigungsstandort (Hersteller) derzeit unterbrochen. Die Firma
geht davon aus, dass die Lieferengpässe bis ins dritte Quartal 2026
andauern werden. Die Versorgung mit Cyclophosphamid in Tablettenform ist
von dem Lieferengpass nicht betroffen.
Das
Stickstofflost-Analogon Cyclophosphamid wird zur Behandlung eines
breiten Spektrums hämatologischer Malignome und solider Tumore sowie in
Konditionierungsregimen für Knochenmarktransplantationen eingesetzt. Es
wird auch bei der Behandlung bestimmter schwerer Autoimmunerkrankungen
eingesetzt.
Die Firma ist zwar der Hauptlieferant von
Cyclophosphamid in der EU, jedoch gibt es in vielen EU-Mitgliedstaaten
auch andere Lieferanten von intravenösem Cyclophosphamid. Während des
Lieferengpasses soll sichergestellt werden, dass ausreichend
intravenöses Cyclophosphamid für einen vollständigen Behandlungszyklus
verfügbar ist, bevor neue Patienten mit der Behandlung beginnen. Die
Firma empfiehlt, dass sich betroffene Patienten und Pflegepersonen von
ihrem Arzt beraten lassen sollen. Laut Firma sei die Ursache des
Lieferengpasses nicht auf Bedenken hinsichtlich der Sicherheit,
Wirksamkeit oder Qualität der derzeit verfügbaren Cyclophosphamid-Mengen
zurückzuführen.
Weitere Informationen können dem Informationsschreiben entnommen werden.
Die AMK bittet darum, belieferte Stationen und Institutionen angemessen
zu informieren. Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang
mit Cyclophosphamid-haltigen Arzneimitteln sind bitte unter
www.arzneimittelkommission.de zu melden. /
Quellen
BfArM; Informationsschreiben der Baxter Deutschland GmbH
zum Lieferengpass von Endoxan 200 mg, 500 m, 1 g Pulver zur Herstellung
einer Injektionslösung. www.bfarm.de → Arzneimittel →
Arzneimittelinformationen → Lieferengpässe → Maßnahmen des BfArM und
ergänzende Informationen zu Lieferengpässen (Zugriff am 7. April 2026)