AMK / Die Firma Astellas Pharma GmbH informiert in Abstimmung mit der
EMA und dem BfArM in einem Rote-Hand-Brief über schwerwiegende Fälle
von Blutdruckanstieg unter der Therapie mit Mirabegron (Betmiga®) und gibt neue Sicherheitshinweise bekannt.
Mirabegron ist zugelassen zur symptomatischen Therapie von
imperativem Harndrang, erhöhter Miktionsfrequenz und/oder
Dranginkontinenz, die beim Erwachsenen mit überaktiver Blase auftreten
können. Bluthochdruck ist bereits als bekannter Risikofaktor in der
Fachinformation des selektiven Beta-3-Adrenozeptoragonisten aufgeführt.
Neben Fällen von schwerer Hypertonie gab es nun Berichte über einige
Fälle von hypertensiven Krisen sowie zerebrovaskulären und kardialen
Ereignissen in Verbindung mit Hypertonie, die in einem eindeutigen
zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung von Mirabegron standen.
Mirabegron ist ab sofort kontraindiziert bei Patienten mit schwerer,
nicht ausreichend eingestellter Hypertonie (systolischer Blutdruck ≥ 180
mmHg und/oder diastolischer Blutdruck ≥ 110 mmHg). Der Blutdruck muss
vor Behandlungsbeginn gemessen und während der Therapie regelmäßig
kontrolliert werden, insbesondere bei Patienten mit Hypertonie.
Diese neuen Empfehlungen resultieren aus einer Prüfung der Daten
durch die EMA für Mirabegron, der als neuer, in der EU zugelassener
Arzneistoff einer zusätzlichen Überwachung unterliegt.
Bitte melden Sie Verdachtsfälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen
im Zusammenhang mit der Anwendung von Mirabegron (Betmiga) der AMK
(www.arzneimittelkommission.de). Bei der AMK eingehende UAW-Meldungen
werden an den pharmazeutischen Unternehmer und an das BfArM
weitergeleitet. /
Quellen
Astellas
Pharma GmbH; Mirabegron – neue Empfehlungen zum Risiko eines
Blutdruckanstiegs. www.bfarm.de -> Arzneimittel ->
Pharmakovigilanz -> Risikoinformationen -> Rote-Hand-Briefe und
Informationsbriefe (9. September 2015)