AMK / Die Firmen Janssen Biologics B.V. und der örtliche Vertreter,
MSD Sharp & Dohme GmbH, informieren in Abstimmung mit der EMA und
dem PEI mittels Rote-Hand-Brief zu Änderungen in der Injektionsanleitung
für Simponi® (Golimumab) Injektionslösung in vorgefülltem Injektor
(SmartJect), nachdem über Fälle von versehentlichen
Nadelstichverletzungen, verbogenen oder verhakten Nadeln oder Versagen
des Injektors beim Auslösen des vorgefüllten Injektors berichtet wurde.
Auch die AMK erhielt aus Apotheken Meldungen hierzu.
Der
monoklonale Antikörper wird zur Behandlung rheumatisch-entzündlicher
Erkrankungen sowie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen eingesetzt.
Die
Anwendungsanleitung des SmartJect wurde entsprechend aktualisiert. So
soll die Kappe des vorgefüllten Injektors nicht wieder aufgesetzt
werden, nachdem sie einmal entfernt wurde, um ein Verbiegen der Nadel zu
vermeiden. Die Injektion sollte ausschließlich in den Oberschenkel oder
den Unterbauch erfolgen und mit beiden Händen durchgeführt werden. Auch
sollte keine Hautfalte gebildet werden, wenn der vorgefüllte Injektor
aufgesetzt und die Injektion verabreicht wird.
Bevor die blaue
Drucktaste ausgelöst wird, muss der Injektor so lange gegen die Haut
gedrückt werden, bis die grüne Schutzhülse vollständig in die
durchsichtige Hülse geschoben wurde. Nur der breitere Teil der grünen
Schutzhülse verbleibt außerhalb der durchsichtigen Hülse.
Betroffene
Patienten und Anwender sollten anhand der aktualisierten Anleitung
(neu) geschult werden, auch wenn diese die Anwendung bereits kennen.
Weitere Informationen können dem Rote-Hand-Brief, einschließlich einer Verlinkung zur aktualisierten Anleitung des SmartJect als Anlage, entnommen werden.
Die
AMK bittet Apothekerinnen und Apotheker, Risiken in Zusammenhang mit
der Anwendung von Simponi® unter www.arzneimittelkommission.de zu
melden.
Quellen
PEI; Rote-Hand-Brief: Simponi (Golimumab). www.pei.de → Arzneimittelsicherheit → Pharmakovigilanz (Zugriff am 9. August 2023)