AMK / Die Firma Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
präzisiert die Informationen zu der momentanen Liefereinschränkung von
Actilyse® (Alteplase) 10 mg, 20 mg, 50 mg, Pulver und Lösungsmittel zur
Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung (1). Die AMK
berichtete bereits zum drohenden Lieferengpass von voraussichtlich Mai
bis Dezember 2022 (s. Pharm. Ztg. 2022 Nr. 22, Seite 88).
Momentan
kann laut Firma das Ausmaß des Lieferengpasses nicht exakt
quantifiziert werden. Auch zeitliche Projektionen sind mit
Unsicherheiten behaftet. Die zu erwartende Liefereinschränkung wird
derzeit auf ca. 10 % beziffert, bezogen auf das Bestellvolumen der
letzten 24 Monate.
Um sicherzustellen, dass alle Kunden planbar
beliefert werden können, leiten sich deren Kontingente aus den
jeweiligen Bestellmengen der letzten 24 Monate ab. Sobald Ware aus dem
jeweiligen Produktzyklus zur Verfügung steht, werden die Packungen über
Wochenkontingente bereitgestellt. So soll eine bedarfsgerechte
Belieferung sichergestellt und einer unverhältnismäßigen
Vorratsbestellung vorgebeugt werden.
Die Auslieferung erfolgt vor
allem an Klinikapotheken sowie in geringem Umfang auch an
Krankenhaus-versorgende Apotheken (2). Es wird darum gebeten, sich bei
der wöchentlichen Bestellung am tatsächlichen Verbrauch zu orientieren.
Weitere Informationen sowie die Kontaktdaten der Firma können dem Informationsschreiben entnommen werden.
Die
AMK bittet ApothekerInnen belieferte Institutionen angemessen zu
informieren. Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit der Anwendung von
Actilyse® sind bitte unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /
Quellen
1) BfArM; Ergänzendes Informationsschreiben zu dem Lieferengpass von
Actilyse des Herstellers Boehringer Ingelheim. www.bfarm.de →
Arzneimittel → Arzneimittelinformation → Lieferengpässe → Aktuelles →
Zusatzinformationen zu gemeldeten Lieferengpässen (Zugriff am 24. Juni
2022)
2) AMK an Boehringer Ingelheim (telefonische Korrespondenz) (27. Juni 2022)