AMK / Aufgrund der Bedenken über einen möglichen Zusammenhang
zwischen der Anwendung von Picato® (▼, Ingenolmebutat) 150/500 µg/g Gel
und der Entwicklung von Hautkrebs (siehe Pharm. Ztg. 2019 Nr. 39, Seite
114) hat der PRAC nun empfohlen, die Zulassungen des Arzneimittels
vorsorglich ruhen zu lassen (1).
Patienten wird empfohlen die
Anwendung von Picato® zur topischen Behandlung aktinischer Keratosen der
Haut vorsichtshalber einzustellen, solange die Sicherheit der
Arzneimittel weiterhin überprüft wird.
Angehörige der Heilberufe
sollten Patienten weiterhin dazu auffordern auf entstandene
Hautveränderungen zu achten und diese unverzüglich ärztlich abklären zu
lassen. Die Verschreibung von Picato® sollte solange pausiert werden,
wie die Überprüfung der Daten andauert. Andere Behandlungsoptionen
sollten in Betracht gezogen werden.
Die Empfehlung des PRAC wird
nun an die Europäische Kommission weitergeleitet, die eine
rechtsverbindliche Entscheidung erlassen wird.
Die Überprüfung der
verfügbaren Daten zur Sicherheit von Picato® wird derweil fortgesetzt.
In Kürze ist mit einem Rote-Hand-Brief zu rechnen. Die AMK informiert,
sobald neue Erkenntnisse bekannt sind.
Ergänzung der AMK vom 20. Januar 2020:
Die Europäische Kommission hat das vorläufige Ruhen der Zulassung von
Picato® beschieden. Somit ist das Arzneimittel ab sofort nicht mehr
verkehrsfähig (2). /
Quellen
1) EMA; EMA suspends Picato as a
precaution while review of skin cancer risk continues. Press release
17/01/2020. www.ema.europa.eu → News and Press releases (17. Januar
2020)
2) BfArM an AMK (E-Mail Korrespondenz): Information über die
Entscheidung der Europäischen Kommission zur Suspendierung von Picato
(Ingenolmebutat) (20. Januar 2020)