AMK / Mittels Rote-Hand-Brief informiert die Firma Pfizer Pharma GmbH
in Abstimmung mit der EMA und dem BfArM, über die Einschränkung der
Indikation von Xeljanz® (▼, Tofacitinib); Patienten mit erhöhtem Risiko
für Lungenembolien dürfen die Dosierung von zweimal täglich 10 mg nicht
mehr erhalten. Risikopatienten, die bereits zweimal täglich mit 10 mg
Tofacitinib behandelt werden, sollen auf eine alternative Therapie
umgestellt werden.
Über den Hintergrund informierte die AMK
bereits (siehe Pharm. Ztg. 2019 Nr. 14, Seite 95). Mögliche Auswirkung
auf den Inhalt der Produktinformationen sind noch nicht bekannt, da die
EMA den Nutzen und Risiken des Thyrosinkinase-Hemmers in allen
zugelassenen Indikationen derzeit überprüft. Näheres zu den
Studienergebnissen ist dem Rote-Hand-Brief zu entnehmen.
Aktuell erläutert die Firma, welche Patienten zweimal täglich 10 mg Tofacitinib nicht erhalten dürfen:
- Patienten, die kombinierte hormonelle Kontrazeptiva, oder eine Hormonersatztherapie anwenden
- Patienten mit thromboembolischen Ereignissen, entweder als tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie, in der Vergangenheit,
- Patienten mit Herzinsuffizienz, Vorliegen einer erblichen Gerinnungsstörung, oder Krebserkrankung,
- Patienten die sich einem größeren chirurgischen Eingriff unterziehen.
Weitere
patientenindividuelle Risikofaktoren, wie Lebensalter, Adipositas,
Nikotinkonsum und Immobilisation sind ebenfalls in Betracht zu ziehen.
Ungeachtet
des jeweiligen Anwendungsgebiets sollten Patienten mit
Tofacitinib-Behandlung auf Zeichen und Symptome einer Lungenembolie
überwacht werden. Falls diese festgestellt werden, ist sofort einen Arzt
zu konsultieren.
Die AMK bittet ApothekerInnen Patientinnen
angemessen zu informieren. Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im
Zusammenhang mit der Anwendung von Xeljanz® sind bitte unter
www.arzneimittelkommission.de zu melden. /
Quellen
BfArM an AMK (E-Mail-Korrespondenz); Rote-Hand-Brief Xeljanz T:28.05.2019 (27. Mai 2019)