AMK / In einem Schreiben an die AMK informiert die Firma Sanofi-Aventis
Deutschland GmbH, 65926 Frankfurt, über die Vertriebseinstellung aller
Insuline mit der Konzentration 40 I.E/ml aus wirtschaftlichen Gründen.
Das BfArM hatte die Firma dazu angeregt, über die Änderungen zusätzlich
zu informieren.
Betroffen sind alle Insuman® Durchstechflaschen
mit der Konzentration 40 I.E./ml. Als Alternativen stehen bei Insuman®
Comb und Insuman® Basal Fertigpens bzw. 3 ml-Patronen mit der
Konzentration 100 I.E./ml zur Verfügung. Bei Insuman® Rapid sind
10-ml-Durchstechflaschen weiterhin verfügbar, allerdings nur mit der
Konzentration 100 I.E./ml.
Bei einer Umstellung auf höher
konzentriertes Insulin wird ein geringeres Volumen für dieselbe Menge
Insulin verabreicht. Im Falle einer Applikation mit einer Insulinspritze
muss daher eine entsprechende U-100-Insulinspritze genutzt werden.
Sollten fälschlicherweise U-40-Insulinspritzen verwendet werden, sind
Dosierungsfehler und lebensbedrohliche Hypoglykämien zu befürchten.
Die
AMK bittet ApothekerInnen Patienten und belieferte Einrichtungen über
das Risiko zu informieren. Um Dosierungsfehler zu vermeiden, sollten die
Anwender die Stärke des angewandten Präparates und die Insulinspritze
vor Gebrauch stets abgleichen. ApotherInnnen sollten Anwender von
Insulinen mit der Konzentration 40 I.E./ml dazu anhalten, nach
Umstellung auf ein Insulin mit der Konzentration 100 I.E./ml alle
restlichen U-40-Insulinspritzen zu entsorgen.
Näheres ist dem
Schreiben
zu entnehmen. Die AMK bittet ApothekerInnen Medikationsfehler im
Zusammenhang mit der Anwendung von Insuman®, die zu einer unerwünschten
Arzneimittelwirkung geführt haben, unter www.arzneimittelkommission.de
zu melden. /
Quellen
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH an AMK
(E-Mail-Korrespondenz); Vertriebseinstellung Insuman Rapid 40 I.E./ml
Durchstechflaschen / Umstellung auf Insuman Rapid 100 I.E./ml
Durchstechflaschen. (10. April 2019)