AMK / Die Firma Lilly Deutschland GmbH informiert mittels
Rote-Hand-Brief
in Abstimmung mit der EMA und dem PEI über die Ergebnisse der globalen
Phase-3-Studie ANNOUNCE, in welcher Patienten mit fortgeschrittenem oder
metastasiertem Weichteilsarkom mit Lartruvo® (▼, Olaratumab) in
Kombination mit Doxorubicin behandelt wurden und keine klinische
Wirksamkeit im Vergleich zu einer Standard-Behandlung, einer
Doxorubicin-Monotherapie, bestätigt wurde.
Daher sollen vorerst
keine neuen Patienten mit Olaratumab behandelt werden, bis die
abschließende Auswertung der Ergebnisse vorliegt. Patienten mit bereits
begonnener Olaratumab-Therapie können die Behandlung mit dem
Antagonisten des Thrombozyten-Wachstumsfaktor-Rezeptor alpha in
Absprache mit dem behandelnden Arzt zunächst fortsetzen, sofern diese
klinisch davon profitieren.
Es wurden keine neuen Risiken festgestellt. Das Sicherheitsprofil beider Studienarme war vergleichbar.
Die
Studie wurde mit der Zulassung von Olaratumab durch die EMA beauflagt,
nachdem eine Phase-2-Studie (I5B-IE-JGDG), monoklonalen Antikörper einen
Vorteil im Gesamtüberleben bei Weichteilsarkomen gezeigt hatte.
Voraussetzung
für eine dauerhafte Zulassung war die Verifizierung der klinischen
Wirksamkeit in der konfirmatorischen ANNOUNCE Studie. Die Studie
verfehlte jedoch die primären Endpunkte bezüglich des verlängerten
Überlebens in der Gesamtpopulation sowie in der Leiomyosarkom (LMS)
Subpopulation.
Mögliche weitere erforderliche Maßnahmen werden
derzeit (weltweit) mit den Zulassungsbehörden vereinbart. Nähere
Informationen zu den Hintergründen und den Studienergebnissen sind dem
Rote-Hand-Brief zu entnehmen.
Die AMK bittet ApothekerInnen,
behandelte Patienten sowie belieferte Institutionen angemessen zu
informieren und unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei der Anwendung von
Olaratumab unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /
Quellen
PEI; Rote-Hand-Brief: Lartruvo (Olaratumab). www.pei.de → Vigilanz (Zugriff am 28. Januar 2019)