AMK / Die Firma ThromboGenics NV, Leuven, Belgien, informiert in
Abstimmung mit der EMA und dem PEI über die neue Formulierung von
Jetrea® (Ocriplasmin), die vor Anwendung nicht verdünnt werden darf (1).
Die gebrauchsfertige 0,375 mg/0,3 ml Injektionslösung ersetzt das
bisherige 0,5 mg/0,2 ml Konzentrat zur Herstellung einer
Injektionslösung. Das Injektionsvolumen von 0,1 ml ist direkt aus der
Gesamtmenge von 0.3 ml in der Durchstechflasche anzuwenden.
Ocriplasmin
wird zur Behandlung der vitreomakulären Traktion (VMT) bei Erwachsenen
angewendet; auch im Zusammenhang mit einem Makulaloch ≤ 400 µm
Durchmesser. Durch eine versehentliche Verdünnung der neuen Formulierung
wird nur die Hälfte der empfohlenen Dosis von 0,125 mg Ocriplasmin
appliziert, sodass keine ausreichende therapeutische Wirkung erzielt
werden kann.
Um das Verwechslungsrisiko und damit die Gefahr
einer versehentlichen Verdünnung der gebrauchsfertigen Injektionslösung
zu minimieren, hat die neue Verpackung gegenüber dem bisherigen
Konzentrat ein geändertes Design: Umkarton und Etikett der
Durchstechflasche sind grün, die Flip-Off-Schutzkappe ist blau.
Neue
Patienteninformationsbroschüren werden ab dem 17. September 2018 zur
Verfügung gestellt. Nähere Informationen hierzu sowie weitere
Anwendungs- und Lagerungshinweise der neuen Formulierung sind dem Rote-Hand-Brief
zu entnehmen. Nach Information der Novartis Pharma GmbH erfolgt der
Vertriebsübergang von Jetrea® an ThromboGenics NV zum 15. September
2018, wodurch hiernach ausschließlich die gebrauchsfertige
Injektionslösung im Markt verfügbar sein wird (2).
Arzneimittelrisiken
im Zusammenhang mit der Anwendung von Ocriplasmin sind bitte unter
www.arzneimittelkommission.de zu melden. /
Quellen
1) PEI;
Rote-Hand-Brief: Jetrea (Ocriplasmin). Keine Verdünnung mehr
erforderlich vor Injektion der neuen 0,375 mg/0,3 ml Injektionslösung.
www.pei.de → Vigilanz (Zugriff am 3. September 2018)
2) Novartis Pharma GmbH an AMK (telefonische Korrespondenz am 4. September 2018)