In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

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KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Skyclarys™ OmaveloxolonReata Ireland Limited1920786701.03.2024
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Rystiggo®Rozanolixizumab UCB Pharma1822724701.03.2024
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Zilbrysq®ZilucoplanUCB Pharma18757028
18757034
18757063
19100997
18757086
18757092
19101005
18757100
01.03.2024
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
01.03.2024
HerstellerinformationRabipur®Tollwut-Virus, inaktiviertBavarian Nordic29.02.2024
ChargenrückrufDimenhydrinat-hameln 6,2 mg / ml Injektionslösung, 10x10 ml AmpullenDimenhydrinathameln pharma gmbh1753481728.02.2024
HerstellerinformationSpiolto® Respimat®Tiotropiumbromid und OlodaterolBoehringer Ingelheim Pharma1383270727.02.2024
Rückrufe allgemeinBLENREPBelantamab mafodotinGlaxoSmithKline1662593727.02.2024
ChargenrückrufB12-Tropfen „Ankermann®“ CyanocobalaminWörwag Pharma0497203626.02.2024
Rote-Hand-Briefe23.02.2024
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenFlurbiprofen-haltige Rachentherapeutika – Risiko für Hypersensitivitätsreaktionen beachten08.05.2018
Information der Institutionen und Behörden18/18 Informationen der Institutionen und Behörden: In eigener Sache: Weiterleitung der UAW-Verdachtsfälle nur noch an BfArM und PEI03.05.2018
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Nachtrag zu CellCept®-Fälschungen (Mycophenolatmofetil) 500 mg Filmtabletten18.04.2018
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Neue Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei gleichzeitiger Gabe von Opioid- und Benzodiazepin-haltigen bzw. Benzodiazepin-ähnlichen (z.B. Z-Substanzen) Arzneimitteln17.04.2018
Information der Institutionen und BehördenAMK in eigener Sache: Bitte beachten – Vorkommnisse bei Medizinprodukten ausschließlich dem BfArM berichten16.04.2018
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Nachtrag zu CellCept-Fälschungen (Mycophenolatmofetil), 500 mg Filmtabletten27.03.2018
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Nachtrag zu CellCept-Fälschungen (Mycophenolatmofetil) 500 mg Filmtabletten20.03.2018
Information der Institutionen und BehördenPEI: Zinbryta (▼, Daclizumab) bei Multipler Sklerose: Biogen Idec Ltd. verzichtet auf die Zulassung06.03.2018
Information der Institutionen und BehördenBfArM: CellCept (Mycophenolatmofetil) 500 mg Filmtabletten: Fälschungen auf dem deutschen Markt entdeckt06.03.2018
Information der Institutionen und BehördenDie AMK in Zahlen: Das Jahr 201727.02.2018

Information der Institutionen und Behörden

AMK: COVID-19 und Therapie mit Ibuprofen bzw. ACE-Hemmern/Sartanen

Datum:
17.03.2020
Nach Berichten von chinesischen Autoren scheint das Coronavirus SARS-CoV-2 den ACE (Angiotensin-Conversions-Enzym)-2-Rezeptor zu benötigen, um Zellen zu infizieren. Dieser Rezeptor wird in Herz und Lunge exprimiert (1). ACE2-Plasmaspiegel steigen bei der antihypertensiven Therapie mit ACE-Inhibitoren (ACEi) und Angiotensin-Rezeptor-Blockern (ARB/Sartanen) vor allem bei Patienten mit Diabetes an (1).

In den sozialen Medien kursieren zurzeit Meldungen, dass ACEi und ARB angeblich das Risiko für einen schwerwiegenden COVID-19 Verlauf erhöhen. Derzeit liegen der AMK, in Übereinstimmung mit der Europäischen und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, keinerlei wissenschaftlichen Daten vor, die diese Annahme stützen (2). Aufgrund fehlender Evidenz rät die AMK dringend von einer Umstellung auf andere blutdrucksenkende Arzneimittel, wie z. B. Calciumkanalblocker, oder sogar von Therapieabbrüchen ab. Bekannterweise haben Menschen mit kardialen Vorerkrankungen, die man u. a. an einer notwendigen Therapie mit ACEi bzw. ARB erkennen kann, eine höhere Morbidität im Rahmen jeder respiratorischen Infektion.

Weiterhin kommt es aktuell zu Meldungen, die den Einsatz von Ibuprofen bei COVID-19 Erkrankten betreffen. So wurde in einem Leserbrief geäußert, dass erhöhte ACE2-Spiegel auch mit der Einnahme von Ibuprofen (und Thiazolidindionen) einhergehen können (3). Dieses Statement wurde nicht durch Daten oder eine Referenz belegt. Recherchen der AMK ergaben, dass zu dieser Hypothese bislang keine publizierten Arbeiten vorliegen. Ein möglicher Zusammenhang besteht zu einer Arbeit von Qiao und Kollegen aus dem Jahr 2015. Dabei handelt es sich um ein Tiermodell mit diabetischen Ratten mit erniedrigten ACE2-Spiegeln. Es wurde gefunden, dass Ibuprofen die ACE2-Spiegel in den erkrankten Tieren erhöht. Im Vergleich zur gesunden Kontrolle waren die ACE2-Spiegel allerdings weiterhin erniedrigt (4). Es gibt daher derzeit keinerlei Hinweise, neben Paracetamol nicht auch Ibuprofen zur Fiebersenkung auch bei an COVID-19 Erkrankten einzusetzen. /

Quellen
1) Zheng YY, Ma YT, Zhang, JY, Xie X. COVID-19 and the cardiovascular system. Nat Rev Cardiol. 2020, March 5. DOI: 10.1038/s41569-020-0360-5.
2) ESC, 2020: Position Statement of the ESC Council on Hypertension on ACE-Inhibitors and Angiotensin Receptor Blockers. www.escardio.org/Councils/Council-on-Hypertension-(CHT)/News/position-statement-of-the-esc-council-on-hypertension-on-ace-inhibitors-and-ang, zuletzt geprüft am 17.03.2020.
3) Fang L, Karakiulakis G, Roth M. Are patients with hypertension and diabetes mellitus at increased risk for COVID-19 infection? Lancet Respir Med. 2020, March 11. DOI: 10.1016/S2213-2600(20)30116-8.
4) Qiao W, Wang C, Chen B et al. Ibuprofen attenuates cardiac fibrosis in streptozotocin-induced diabetic rats. Cardiology 2015;131(2):97-106.