In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

JJJJ-MM-TT

Zeige Ergebnisse 261-270 von 3412.
KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
ChargenrückrufTeicoplanin Eberth 400 mgTeicoplaninEberth Arzneimittel1758288011.03.2025
ChargenrückrufTacrolimus AL 0,5 mg Hartkapseln, retardiert, 30 und 100 Stück, Tacrolimus AL 1 mg Hartkapseln, retardiert, 30 und 100 Stück, TaTacrolimusAliud Pharma18110404
18105389
18110410
18105432
18110479
18105455
18110485
18105478
10.03.2025
ChargenrückrufDuloxetin Glenmark 20 mg magensaftresistente HartkapselnDuloxetinGlenmark Arzneimittel11323309
11323344
11323373
07.03.2025
ChargenrückrufDuloxetin beta 30 mg magensaftresistente Hartkapseln und Duloxetin beta 60 mg magensaftresistente HartkapselnDuloxetinbetapharm Arzneimittel11096523
11096552
07.03.2025
ChargenrückrufClarithromycin Eberth 500 mg Pulver zur Herstellung einer InfusionslösungClarithromycinFirma Eberth Arzneimittel1039420106.03.2025
Rückrufe allgemeinAllopurinol Hexal 300 - TabletteAllopurinolFirma Hexal00345673
00345704
06.03.2025
Chargenrückrufsertralin-biomo 50 mg Filmtabletten, 50 und 100 Stück, sertralin-biomo 100 mg Filmtabletten, 50 und 100 Stücksertralinbiomo pharma01055055
01055061
01055084
01055090
03.03.2025
ChargenrückrufTacrolimus Heumann retard 0,5 mg Hartkapseln, retardiert, 100 Stück, Tacrolimus Heumann retard 1 mg Hartkapseln, retardiert, 100TacrolimusHeumann Pharma & Co. Generica KG18490766
18490795
18490832
03.03.2025
ChargenrückrufFentanyl Puren 50 Mikrogramm / h transdermales Pflaster, 10 Stück, Fentanyl Puren 75 Mikrogramm / h transdermales Pflaster, 20 StückFentanylPuren Pharma14165288
14165348
03.03.2025
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Aquipta®Atogepant Abbvie01.03.2025
Zeige Ergebnisse 261-270 von 587.
KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Anordnung zur Lagerhaltung und bedarfsgerechten Belieferung von Humanarzneimitteln (Kontingentierung) 20.03.2020
Information der Institutionen und BehördenAMK: COVID-19 und Therapie mit Ibuprofen bzw. ACE-Hemmern/Sartanen 17.03.2020
Information der Institutionen und BehördenPRAC/EMA: Esmya®: Ruhen der Zulassungen 16.03.2020
Information der Institutionen und BehördenPEI: Lieferengpässe von Pneumokokken-Impfstoffen (Pneumovax® 23 und Prevenar® 13) – aktuelle STIKO-Empfehlungen und priorisierte Impfung 13.03.2020
Information der Institutionen und BehördenAMK: Trexject® Fertigspritzen: Risiken bei der Vorbereitung und Verabreichung durch Patienten 10.03.2020
Information der Institutionen und BehördenAMK-PHAGRO-Schnellinformation: Sotalol-Carinopharm 40 mg/4 ml Injektionslösung, 5 Ampullen 09.03.2020
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Anordnung des Ruhens der Zulassung für einige Sartan-haltige Arzneimittel, die vorgesehene risikominimierende Maßnahmen noch nicht oder nicht vollständig umgesetzt haben 03.03.2020
Information der Institutionen und BehördenÄnderung in der Verschreibungspflicht 03.03.2020
Information der Institutionen und BehördenListe ausgewählter AMK-Nachrichten 2. Halbjahr 2019 (PZ 27 bis 51/52) 11.02.2020
Information der Institutionen und BehördenDie AMK in Zahlen: Das Jahr 2019 04.02.2020

Information der Institutionen und Behörden

AMK: vermehrte Beanstandungen zu eingeschränkter Sprühfunktion bei Mometason-haltigen Nasensprays

Datum:
20.01.2026

AMK / Die AMK hat die ihr vorliegenden Spontanmeldungen zu Mometason-haltigen Nasensprays im Zeitraum von Januar 2017 bis September 2025 ausgewertet. Insgesamt wurden 208 Beanstandungen zu eingeschränkter Sprühfunktion erfasst, darunter 26 (12,5 %) Meldungen zu nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Apotheken berichteten hierin, dass teils bereits nach wenigen Anwendungen nur noch ungleichmäßige oder keine Sprühstöße mehr abgegeben werden konnten. Betroffen sind Arzneimittel von 17 verschiedenen Zulassungsinhabern.

Mometason wird nasal zur symptomatischen Behandlung der saisonalen und ganzjährigen Rhinitis bei Erwachsenen und Kindern ab drei Jahren angewendet sowie zur Behandlung der Nasenpolypen bei Erwachsenen.

Bei Mometason-haltigen Nasensprays handelt es sich um thixotrope Formulierungen, bei denen die Suspension im Ruhezustand dickflüssig erscheint, bei mechanischer Beanspruchung (Schütteln) hingegen die Viskosität abnimmt. So soll verhindert werden, dass sich die festen Bestandteile der Suspension (über einen längeren Zeitraum) absetzen und die Suspension bricht (1).

In den jeweiligen Produktinformationen sind daher Hinweise hinterlegt, ob das Präparat gegebenenfalls vor der Erstanwendung aktiviert beziehungsweise vor jeder Anwendung die Suspension aufgeschüttelt werden muss. Nach Anwendung können zudem Rückstände der Suspension im Nasenstück verbleiben und über die Zeit (in Ruhe) gelartig werden und so zur Verstopfung der Austrittsöffnung führen.

Daher empfehlen die Gebrauchsinformationen der betroffenen Präparate, das Nasenstück und die Schutzkappe regelmäßig in warmem Wasser zu reinigen und anschließend unter fließendem Wasser abzuspülen. Die Austrittsöffnung darf nicht mit Nadeln oder anderen spitzen Gegenständen bearbeitet werden, da dies den Sprühkopf beziehungsweise den Mechanismus für die Feinverneblung (irreparabel) beschädigen kann, wodurch die korrekte Dosisabgabe beeinträchtigt wird (2). Die Öffnung misst etwa 0,2 mm, die dahinterliegende Verwirbelungskammer ist noch feiner strukturiert (3).

Von 208 Meldungen zur eingeschränkten Sprühfunktion bestätigten acht Fälle einen herstellungsbedingten Qualitätsmangel. In 45 der AMK vorliegenden Firmenstellungnahmen mit erfolgter Musteruntersuchung wurden herstellerbedingte Ursachen hingegen ausgeschlossen; in 24 (53 %) Prüfungen dokumentierten die Firmen Manipulationen am Nasenstück, etwa den Versuch, den Sprühkopf mit spitzen Gegenständen gangbar zu machen. Die Unternehmen führen das Fehlerbild somit überwiegend auf eine nicht sachgemäße Reinigung beziehungsweise Manipulation des Applikators zurück (siehe Abbildung).

In der Literatur werden Medikationsfehler bei Kortison-haltigen Nasensprays beschrieben, insbesondere hinsichtlich der korrekten kontralateralen Sprühtechnik mit von der Nasenscheidewand weg gerichteter Düse (4, 5). Die Auswertung der AMK zeigt jedoch, dass auch die Pflege und Reinigung der Applikatoren häufig patientenseitigen Fehlern unterliegen können, wenn die Hinweise der Gebrauchsinformation nicht korrekt befolgt werden.

Die AMK empfiehlt daher, bei Reklamationen defekter Pumpmechanismen zunächst die durchgeführte Reinigung zu erfragen, um zwischen einem Verdacht eines Qualitätsmangels des betroffenen Arzneimittels und einem (potenziellen) Anwendungsfehler zu differenzieren. Die Ergebnisse sollten der AMK im Rahmen der Meldung mitgeteilt werden. Die AMK empfiehlt Apothekerinnen und Apothekern zudem, bei Abgabe Mometason-haltiger Nasensprays Patienten auf die korrekte Handhabung und Reinigung gemäß Gebrauchsinformation hinzuweisen.

Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit Mometason-haltigen Arzneimitteln sind bitte unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /

 

Quellen

1.) MSD Sharp & Dohme GmbH an AMK (E-Mail-Korrespondenz); […] Nasonex® 140 Sprühstöße Nasenspray […]. (5. Dezember 2017).
2.) Organon Healthcare GmbH; Gebrauchsinformation NASONEX® 50 μg/Sprühstoß, Nasenspray, Suspension, Stand März 2024.
3.) Galenpharma GmbH an AMK (E-Mail-Korrespondenz); […] AMK-Fallnummer […] zu MOMEGALEN 50 μg/Sprühstoß Nasenspr.140 Sprühst. (20. Februar 2024)
4.) Al-Taie A. A systematic review for improper application of nasal spray in allergic rhinitis: A proposed role of community pharmacist for patient education and counseling in practical setting. Asia Pac Allergy. 2025 Mar;15(1): 29-35.
5.) Rollema C, van Roon EN, de Vries TW. Inadequate quality of administration of intranasal corticosteroid sprays. J Asthma Allergy. 2019 Apr 3; 12:91-94.