In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

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KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
HerstellerinformationMycophenolsäure Hexal 180 mg und 360 mgHexal05.12.2025
ChargenrückrufCyclogest® 400 mgProgesteronGedeon Richter Pharma1620360405.12.2025
ChargenrückrufLenalidomid Devatis 25 mg HartkapselnDevatis17491048
17490994
05.12.2025
HerstellerinformationSubstitol®MorphinsulfatMundipharma03.12.2025
ChargenrückrufLecigon® 20mg / ml + 5mg / ml + 20mg / ml Gel zur intestinalen AnwendungLevodopa, Carbidopa, EntacaponLobSor Pharmaceuticals AB1691797601.12.2025
ChargenrückrufLecigon® 20mg / ml + 5mg / ml + 20mg / ml Gel zur intestinalen AnwendungLevodopa, Carbidopa, EntacaponLobSor Pharmaceuticals AB1691797601.12.2025
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Tryngolza® Olezarsen Swedish Orphan Biovitrum01.12.2025
Chargenrückrufmetex® 50 mg / ml Injektionslösung, Fertigspritze, 17,5 mgMethotrexatmedac0756762626.11.2025
Rückrufe allgemeinWeleda25.11.2025
ChargenrückrufNaropin® 2 mg / ml Amp. 10 ml InjektionslösungRopivacainAspen Pharma Trading Limited0759209625.11.2025
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenOcaliva® Filmtabletten (▼, Obeticholsäure): Risiko einer Leberschädigung – Anwendung bei Patienten mit primärer biliärer Cholangitis und fortgeschrittener Zirrhose kontraindiziert 08.06.2021
Information der Institutionen und BehördenDie AMK in Zahlen: Das Jahr 202017.03.2021
Information der Institutionen und BehördenPEI: COVID-19 Vaccine AstraZeneca (▼): Impfungen in Deutschland ausgesetzt16.03.2021
Information der Institutionen und BehördenEMA/PRAC: COVID-19 Vaccine AstraZeneca (▼): Untersuchung zu thromboembolischen Ereignissen aufgenommen12.03.2021
Information der Institutionen und BehördenPEI: Kurzfristige Beschaffung einer Charge Pneumovax 23® in chinesischer Aufmachung 24.02.2021
Information der Institutionen und BehördenFDA: Xeljanz® (▼, Tofacitinib): Erhöhtes Risiko für schwerwiegende kardiale Ereignisse sowie Tumore 05.02.2021
Information der Institutionen und BehördenAMK: Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht 28.01.2021
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Anordnungen zu kindergesicherten Verpackungen aufgehoben28.01.2021
Information der Institutionen und BehördenListe ausgewählter AMK-Nachrichten 2. Halbjahr 2020 (PZ 27 bis 52/53) 26.01.2021
Information der Institutionen und BehördenAMK: Hinweis: Informationen zur Sicherheit von COVID-19-Impfstoffen 26.01.2021

Information der Institutionen und Behörden

BfArM: Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie zu therapeutischen Alternativen bei Lieferengpass von Azithromycin-haltigen Arzneimitteln

Datum:
23.08.2024

AMK / Das BfArM informiert über eine Therapieempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie e. V. (DGI) im Fall einer Nichtverfügbarkeit von oral anwendbaren Azithromycin-haltigen Arzneimitteln.

Das Makrolid-Antibiotikum findet standardmäßig breite Anwendung insbesondere zur Behandlung von respiratorischen Infektionen, Infektionen des HNO-Traktes und bei sexuell übertragenen Infektionen (STD). Azithromycin gilt besonders im Vergleich mit anderen Makrolid-Antibiotika (Clarithromycin, Roxithromycin, Erythromycin) als ein Mittel erster Wahl aufgrund beispielsweise der längeren Halbwertszeit mit der Möglichkeit einer Einmalgabe oder einer kurzzeitigen Therapie sowie aufgrund des geringeren Interaktionspotentials.

Aufgrund der Überlappung des Erregerspektrums kommt Clarithromycin primär als Alternative in Frage, das zweimal täglich und über einen längeren Zeitraum als Azithromycin gegeben werden muss. Für eine STD-Behandlung kann Clarithromycin bei Infektionen mit Ureoplasma urealyticum als Alternative dienen. Bei allen anderen STDs, wie zum Beispiel Infektionen mit Chlamydien oder mit Gonokokken, ist alternativ in erster Linie Doxycyclin vorgesehen. Allerdings kann auch Doxycyclin von einem Engpass betroffen sein. Stehen Azithromycin und Doxycyclin nicht zur Verfügung, sei der Einsatz von Clarithromycin als Einzelfallentscheidung anzusehen. Bei nachgewiesener Gonokokken-Infektion ist eine Monotherapie mit Ceftriaxon (einmalig i.m. oder i.v.) ausreichend.

Zudem wird auf die geltenden Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) verwiesen. Weitere Informationen können der Stellungnahme der DGI entnommen werden.

Die AMK bittet Apothekerinnen und Apotheker, Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit dem bestehenden Lieferengpass von Azithromycin sowie beim Einsatz entsprechender therapeutischer Alternativen unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /


Quellen
BfArM; Therapieempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie e.V. bei Lieferengpässen von azithromycinhaltigen Arzneimitteln. www.bfarm.de → Arzneimittel → Arzneimittelinformationen → Lieferengpässe (Zugriff am 23. August 2024)