In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

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KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
ChargenrückrufErythromycin-Zink kohlpharma 40 mg / ml + 12 mg / ml, „kohlpharma“ 30 ml und 2x30 ml, Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einerZineryt 40 mg / ml + 12mg / mlkohlpharma11229585
11229579
19.12.2025
Rückrufe allgemeinCodein - 1 A Pharma 16 mg / ml Tropfen zum Einnehmen, LösungCodein1 A Pharma14238691
14238716
19.12.2025
HerstellerinformationSulfato de Salbutamol Aeros. 100 µg / Sprühstoß BRASalbutamolGlenmark Arzneimittel17.12.2025
HerstellerinformationMelphalan AqVida 90 mg / ml Konzentrat zur Herstellung einer InfusionslösungMelphalanAqVida16.12.2025
HerstellerinformationGlianimonBenperidolDesitin Arzneimittel15.12.2025
ChargenrückrufCalycast-Injektopas®Pascoe Pharmazeutische Präparate14406987
14406993
12.12.2025
Rote-Hand-Briefe11.12.2025
HerstellerinformationHikma Pharma10.12.2025
ChargenrückrufClarithromycin-hameln 500 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer InfusionslösungClarithromycin-Lactobionathameln pharma gmbh1589180309.12.2025
ChargenrückrufCaesar & Loretz15301813
16354444
09.12.2025
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Aktuelle Information zur Losartan-spezifischen Azido-Verunreinigung03.11.2021
Information der Institutionen und BehördenDie neue Ausgabe des „Bulletin zur Arzneimittelsicherheit“ ist da! 24.09.2021
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Neue Azido-Verunreinigung in Losartan-haltigen Arzneimitteln gefunden 17.09.2021
Information der Institutionen und BehördenVersorgungsmangel für MPA (Medroxyprogesteronacetat) 250 mg bzw. 500 mg Hexal® Tabletten festgestellt 31.08.2021
Information der Institutionen und BehördenAMK: Unangenehmer Geruch von Metoprololsuccinat AL 95 mg Retardtabletten: Risiko mangelnder Einnahmetreue 31.08.2021
Information der Institutionen und BehördenAMK in eigener Sache: Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus – unerwünschte Wirkungen melden! 17.08.2021
Information der Institutionen und BehördenListe ausgewählter AMK-Nachrichten 1. Halbjahr 2021 (PZ 1/2 bis 26) 05.08.2021
Information der Institutionen und BehördenAMK: Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht 14.07.2021
Information der Institutionen und BehördenOnline-Nachricht: Die neue Ausgabe des „Bulletin zur Arzneimittelsicherheit“ ist da! 30.06.2021
Information der Institutionen und BehördenAMK: Atropin-haltige Ausgangsstoffe zur Herstellung homöopathischer Rezepturen: Risiko einer Intoxikation 24.06.2021

Information der Institutionen und Behörden

AkdÄ: Polyneuropathie unter Dronedaron (Multaq)

Produkt:
Multaq
Wirkstoff:
Dronedaron
Datum:
30.06.2015
AMK / Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert über Fälle von Polyneuropathie unter dem Antiarrhytmikum Dronedaron. Der strukturell eng mit Amiodaron verwandte Wirkstoff Dronedaron wurde wegen seiner im Vergleich zu Amiodaron geringeren Lipophilie ursprünglich als der Wirkstoff mit geringerem Potential für Neurotoxizität betrachtet. Mehrere Fallberichte, die in der WHO-Datenbank und der UAW-Datenbank des BfArM dokumentiert sind, deuten darauf hin, dass Dronedaron in seltenen Fällen zu einer Polyneuropathie führen kann. Die AkdÄ berichtet nun über einen Fall, in welchem es nach etwa einjähriger Therapie mit Dronedaron zunächst zu Missempfindungen (Kribbeln, Hitzegefühl) mit verringerter Oberflächensensitivität unterhalb der Knie gekommen war. Die neurophysiologische Untersuchung bestätigte eine Neuropathie. Andere Ursachen für die Neuropathie, wie Diabetes mellitus oder Alkoholismus, lagen nicht vor und weitere Arzneimittel wurden nicht eingenommen. Ein halbes Jahr nach Absetzen des Dronedaron beginnend hatten sich die Symptome langsam bis zur späteren völligen Beschwerdefreiheit zurückgebildet. Es wird darauf hingewiesen, dass bei Patienten, die unter einer Behandlung Symptome wie zum Beispiel Sensibilitätsstörungen, muskuläre Schwäche, trophische Störungen und reduzierte Sehnenreflexe entwickeln, eine weitere Diagnostik eingeleitet und die Möglichkeit einer Nebenwirkung von Dronedaron frühzeitig in Betracht gezogen werden sollte. Bitte melden Sie unerwünschte Arzneimittelwirkungen im Zusammenhang mit Dronedaron der AMK (www.arzneimittelkommission.de). / Quellen AkdÄ; »Aus der UAW Datenbank« Entwicklung einer gemischten Polyneuropathie unter Dronedaron (Multaq®). Dtsch. Ärztebl. 2015, (112) 25: 1151f. (19. Juni 2015)