In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

JJJJ-MM-TT

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KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
ChargenrückrufRasagilin-neuraxpharm 1 mg TablettenRasagilinneuraxpharm Arzneimittel11332432
11332449
11332461
17.07.2025
ChargenrückrufDuloxetin Glenmark 20 mg magensaftresistente HartkapselnDuloxetinGlenmark Arzneimittel1132331514.07.2025
HerstellerinformationFagron &Co. KG10.07.2025
ChargenrückrufClarithromycin Accord 250 mg und 500 mg FilmtablettenClarithromycinAccord Healthcare13893229
13893212
13893241
13893258
08.07.2025
ChargenüberprüfungenFinasterid-Hormosan 1 mg FilmtablettenFinasteridHormosan Pharma1032578907.07.2025
ChargenrückrufParacetamol SANAVITA 125 mg Zäpfchen, 10 Stück, Paracetamol SANAVITA 250 mg Zäpfchen, 10 StückParacetamolSanavita Pharmaceuticals14416388
14416394
07.07.2025
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Duvyzat®GivinostatItalfarmaco01.07.2025
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Sephience®SepiapterinPTC Therapeutics International01.07.2025
ChargenrückrufPedanios 10 / 13 MBE-CA CannabisblütenAurora Deutschland1907970230.06.2025
ChargenrückrufPedanios 22 / 1 Cannabisblüten13334122Aurora Deutschland30.06.2025
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenAMK: Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht26.01.2022
Information der Institutionen und BehördenBMG/PEI: Ronapreve® (▼, Casirivimab/Imdevimab): deutlich verminderte in-vitro-Neutralisierungseigenschaften gegenüber der SARS-CoV-2-Omikron-Variante18.01.2022
Information der Institutionen und BehördenAMK: Ökotoxizität von Diclofenac – Hinweise zum verantwortungsbewussten Umgang13.01.2022
Information der Institutionen und BehördenAMK: Lagevrio® (Molnupiravir) und Paxlovid® (Nirmatrelvir, Ritonavir): Oral verfügbare antivirale Wirkstoffe zur Behandlung von COVID-19-Patienten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf03.01.2022
Information der Institutionen und BehördenDie neue Ausgabe des „Bulletin zur Arzneimittelsicherheit“ ist da!20.12.2021
Information der Institutionen und BehördenAMK in eigener Sache: Vielen Dank für Ihr Engagement, das Vertrauen der Patienten in sichere Arzneimittel zu fördern17.12.2021
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Aktuelle Information zur Losartan-spezifischen Azido-Verunreinigung03.11.2021
Information der Institutionen und BehördenDie neue Ausgabe des „Bulletin zur Arzneimittelsicherheit“ ist da! 24.09.2021
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Neue Azido-Verunreinigung in Losartan-haltigen Arzneimitteln gefunden 17.09.2021
Information der Institutionen und BehördenVersorgungsmangel für MPA (Medroxyprogesteronacetat) 250 mg bzw. 500 mg Hexal® Tabletten festgestellt 31.08.2021

Information der Institutionen und Behörden

Die AMK in Zahlen: Das Jahr 2025

Datum:
03.03.2026

AMK / Im Jahr 2025 gingen bei der AMK Geschäftsstelle insgesamt 11.154 Spontanmeldungen zu Verdachtsfällen von Qualitätsmängeln und unerwünschten Wirkungen ein (siehe Abbildung 1). Diese stammten aus 4.978 verschiedenen (Krankenhaus )Apotheken (1). Damit setzt sich der bereits in den Vorjahren beobachtete Anstieg fort. Insgesamt nahm die Anzahl an Meldungen um 272 Fälle zu und auch die Zahl der meldenden Apotheken erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 21. 

Insgesamt 535 Meldungen im Jahr 2025 betrafen (potenzielle) Anwendungsfehler beim Mounjaro KwikPen (Pharm. Ztg. 2025, Nr. 6, S. 81–83). Das aufgetretene Fehlerbild unterstreicht die Notwendigkeit einer umfassenden Aufklärung und Beratung von Patienten in der Apotheke vor Ort.

Im Jahr 2025 bezogen sich 94 Prozent aller Meldungen auf Arzneimittel: 8.795 verschreibungspflichtige Arzneimittel, inklusive 311 Betäubungsmittel, und 1.697 nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel. 662 Meldungen bezogen sich auf Lebensmittel inklusive Nahrungsergänzungsmittel, Medizinprodukte, Drogen und Chemikalien sowie weitere Produkte, wie Rezepturen oder Kosmetika.

Die Anzahl der Spontanberichte zu unerwünschten Wirkungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 678 auf insgesamt 3.498 (siehe Tabelle 1).

Hierunter fanden sich 661 Meldungen, die aufgrund der Schwere der beschriebenen Nebenwirkung innerhalb von 15 Tagen an die zuständigen Bundesoberbehörden weitergeleitet wurden (2). Meldungen zu unerwünschten Wirkungen machten einen Anteil von 31 Prozent aller eingegangenen Spontanberichte aus. Sieben Prozent (168 Meldungen) aller Nebenwirkungsmeldungen zu Fertigarzneimitteln bezogen sich auf eine Arzneimittelsubstitution (aut idem/aut simile).

Die Anzahl und der Anteil an Medikationsfehlermeldungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr (2025: 624 [19,2 %], 2024: 348 [12,3 %]), was vor allem auf das zuvor genannte Fallgeschehen zum Mounjaro KwikPen zurückzuführen ist. Die Verdachtsmeldungen zu Arzneimittelmissbrauch waren leicht rückläufig (2025: 41, 2024: 50).

Unter den berichteten Verdachtsmeldungen zu Qualitätsmängeln (7.656 Meldungen) wurden, wie in den Jahren zuvor, am häufigsten Verpackungsfehler gemeldet, gefolgt von mechanischen Defekten, galenischen Mängeln und Deklarationsmängeln (siehe Tabelle 2). Zu vermuteten Manipulationen beziehungsweise Fälschungen gingen insgesamt 18 Meldungen im Jahr 2025 ein. 

Die AMK erhielt 355 Einsendungen (2024: 503, 2023: 462). Bei 11 Prozent aller eingesandten Muster wurde eine Untersuchung im Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker e. V. veranlasst. Etwa jede dritte Laboruntersuchung (27,5 Prozent) bestätigte den vorliegenden Verdachtsfall. Ergänzend hat sich die Zahl an zugesandten Fotos/Bilddokumentationen an die AMK weiter erhöht (2025: 4.208, 2024: 4.071); somit enthielten über 37 Prozent aller Meldungen zusätzliches Bildmaterial, zum Beispiel als Dateianhang zu den Webformularen der AMK (3).

Im Jahr 2025 wurden 9.067 Berichte online an die AMK übermittelt; ein Anteil von rund 81 Prozent.

Die AMK veröffentlichte im Jahr 2025 insgesamt 263 Risikoinformationen; hierunter 23 Rote-Hand- und Informationsbriefe, 19 Informationen der AMK sowie 62 weitere Nachrichten zu Risiken von Arzneimitteln oder anderen Produkten, die von Behörden, Herstellern und relevanten Institutionen veröffentlicht wurden.

Zudem wurden 142 Chargenrückrufe, 6 Chargenüberprüfungen sowie 11 Rückrufe über die AMK bekanntgegeben. 

Insgesamt 28 AMK-Nachrichten beruhten auf 778 Meldungen aus 692 Apotheken. Weitere 784 Spontanberichte aus 693 Apotheken führten zur Einleitung korrektiver, risikominimierender Maßnahmen beim betroffenen Hersteller. Die Apotheken leisteten somit auch im Jahr 2025 einen unverzichtbaren Beitrag zur Erhöhung der Arzneimittel(therapie)sicherheit und damit für die Patientensicherheit in Deutschland.

Die AMK bedankt sich für das Engagement der Apothekerinnen und Apotheker und bittet darum, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Qualitätsmängeln von Arzneimitteln vorzugsweise online unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /
 

Tabelle 1: Anzahl der Verdachtsmeldungen zu Nebenwirkungen (Fertigarzneimittel und andere Produktgruppen), Medikationsfehlern und Missbrauch an die AMK im Jahr 2025

Kategorie

Anzahl

Anteil in Prozent

Meldungen zu unerwünschten Wirkungen, gesamt

3.498

100,0

Nebenwirkungen (Fertigarzneimittel)

2.321

 

66,4

Minderwirkung mit Verdacht auf Qualitätsmangel (Fertigarzneimittel)

182

5,2

Medikationsfehler (Fertigarzneimittel)

610

17,4

Missbrauch (Fertigarzneimittel)

38

1,1

 

Meldungen zu unerwünschten Wirkungen bei anderen Produktgruppen

347

9,9

 

Tabelle 2: Anzahl der Verdachtsmeldungen zu Qualitätsmängeln bei Fertigarzneimittel und andere Produktgruppen an die AMK im Jahr 2025 (Anteile enthalten Rundungsdifferenzen)

Kategorie

Anzahl

Anteil in Prozent

Meldungen zu Qualitätsmängeln, gesamt

7.656

100,0

Verpackungsfehler

3.798

49.6

Mechanische Defekte

1.916

25,0

Galenische Mängel

1.530

20,0

Deklarationsmängel

368

4,8

Manipulation bzw. Fälschung

18

0,2

Sonstiges

26

0,3

 

Quellen
1) AMK; Zahlen und Fakten. www.arzneimittelkommission.de → Zahlen und Fakten (Zugriff am 3. März 2026)
2) EMA; ICH E2D Post-approval safety data management - Scientific guideline. www.ema.europa.eu/en/ich-e2d-post-approval-safety-data-management-scientific-guideline (Zugriff am 20. Februar 2026)
3) AMK; AMK in eigener Sache: Melden Sie Arzneimittelrisiken bevorzugt über das Webformular der AMK. Pharm. Ztg. 2022, (167) 35: 77.