In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

JJJJ-MM-TT

Zeige Ergebnisse 201-210 von 3412.
KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
ChargenrückrufMediprocan African Ruby 26 / 1 Cannabis flos Ph.Eur.mediproCan Pharma1974564204.06.2025
ChargenrückrufDuloxetin beta 30 mg magensaftresistente Hartkapseln, 56 Stück, Duloxetin beta 60 mg magensaftresistente Hartkapseln, 28, 42, 56Duloxetinbetapharm Arzneimittel11223625
11096546
08468889
11223631
07583708
11096552
03.06.2025
ChargenrückrufPuri-Nethol 50 mg Tabletten „kohlpharma“Mercaptopurinkohlpharma0771806003.06.2025
ChargenrückrufDuloxetin Glenmark 30 mg magensaftresistente Hartkapseln, 28 und 98 Stück, Duloxetin Glenmark 60 mg magensaftresistente HartkapsDuloxetinGlenmark Arzneimittel11323321
11323338
11323373
02.06.2025
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Vydura®Rimegepant Pfizer01.06.2025
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Datroway®Datopotamab Deruxtecan Daiichi Sankyo01.06.2025
ChargenrückrufMelperon-ratiopharm® 25 mg Filmtabletten, 20 Stück, Melperon-ratiopharm® 25 mg Filmtabletten, 50 Stück, Melperon-ratiopharm® 25Melperonratiopharm08916690
08916709
08916715
30.05.2025
ChargenrückrufPuri-Nethol 50 mg Tabletten, „1 0 1 Carefarm GmbH“Mercaptopurin1 0 1 Carefarm1526736430.05.2025
ChargenrückrufPuri-Nethol 50 mg Tabletten, „1 0 1 Carefarm GmbH“Mercaptopurin1 0 1 Carefarm1526736430.05.2025
ChargenrückrufArilin® 500 mgMetronidazolDr. August Wolff Arzneimittel0258787727.05.2025
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenAMK in eigener Sache: Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus – unerwünschte Wirkungen melden! 17.08.2021
Information der Institutionen und BehördenListe ausgewählter AMK-Nachrichten 1. Halbjahr 2021 (PZ 1/2 bis 26) 05.08.2021
Information der Institutionen und BehördenAMK: Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht 14.07.2021
Information der Institutionen und BehördenOnline-Nachricht: Die neue Ausgabe des „Bulletin zur Arzneimittelsicherheit“ ist da! 30.06.2021
Information der Institutionen und BehördenAMK: Atropin-haltige Ausgangsstoffe zur Herstellung homöopathischer Rezepturen: Risiko einer Intoxikation 24.06.2021
Information der Institutionen und BehördenOcaliva® Filmtabletten (▼, Obeticholsäure): Risiko einer Leberschädigung – Anwendung bei Patienten mit primärer biliärer Cholangitis und fortgeschrittener Zirrhose kontraindiziert 08.06.2021
Information der Institutionen und BehördenDie AMK in Zahlen: Das Jahr 202017.03.2021
Information der Institutionen und BehördenPEI: COVID-19 Vaccine AstraZeneca (▼): Impfungen in Deutschland ausgesetzt16.03.2021
Information der Institutionen und BehördenEMA/PRAC: COVID-19 Vaccine AstraZeneca (▼): Untersuchung zu thromboembolischen Ereignissen aufgenommen12.03.2021
Information der Institutionen und BehördenPEI: Kurzfristige Beschaffung einer Charge Pneumovax 23® in chinesischer Aufmachung 24.02.2021

Information der Institutionen und Behörden

PEI: Fipronil-belastete Hühnereier: keine Gefahr für die Sicherheit von Grippeimpfstoffen

Datum:
15.08.2017

AMK / Vor dem Hintergrund der mit dem Breitspektrum-Insektizid Fipronil belasteten Eier, welche aus den Niederlanden auch nach Deutschland exportiert wurden, gibt das PEI in einer Sicherheitsinformation Entwarnung und sieht die Sicherheit von Grippeimpfstoffen nicht gefährdet (1). 

Eier, die für die Anzucht von Influenza-Viren zur Produktion von Grippeimpfstoffen genutzt werden, stammen aus speziellen Zuchtbetrieben, für die besondere Qualitätsanforderungen gelten und die entsprechend überwacht werden. Nach Anzucht der Viren werden diese isoliert und mehrfach aufgereinigt, um mögliche Verunreinigungen effektiv zu entfernen, sodass nur Spuren von Hühnereiweiß enthalten bleiben. Nach Europäischem Arzneibuch dürfen im fertigen Impfstoff maximal 1 µg Hühnereiweiß pro Impfdosis nachgewiesen werden, die auch für Allergiker selten problematisch sind. Hinzu kommt, dass sich Fipronil aufgrund seiner Lipophilie vermehrt im Eidotter anreichert, weniger im Eiklar. 

Zusammenfassend sieht das PEI aufgrund der genannten Kontrollen der Zuchtbetriebe und aufwändigen Reinigungsprozesse der Influenza-Impfstoffe keine Gefahren für den Patienten. Selbiges gilt auch für andere Impfstoffe (z.B. FSME, MMR, Tollwut), die Protein vom Huhn enthalten, sodass auch hier das PEI Entwarnung gibt (2). Bei der Verabreichung von Impfstoffen, die unter Verwendung von Hühnereiern hergestellt wurden, ist somit nicht davon auszugehen, dass es für den Patienten zu einer Gesundheitsgefährdung durch Fipronil kommt. 

Die AMK bittet Apotheken, Verdachtsfälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Impfstoffen zu melden (www.arzneimittelkommission.de). /


Quellen

  1. PEI; Belastung von Hühnereiern mit Fipronil – Informationen zu Influenza-Impfstoffen. www.pei.de → Vigilanz (Zugriff am 11. August 2017)
  2. PEI an AMK (E-Mail Korrespondenz) AW: Anfrage zu Ihrer Vigilanz-Meldung zu Fipronil be­lasteten Eiern zwecks Impfstoffherstellung. (15. August 2017)