In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

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KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Anktiva® Nogapendekin alfa InbakiceptImmunity-Bio Ireland01.09.2026
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Xolremdi®MavorixaforNorgine01.09.2026
ChargenrückrufSertralin Winthrop 50 mg Filmtabletten, Sertralin Winthrop 100 mg FilmtablettenSertralinZentiva Pharma01028704
01028710
01028727
01028733
01028756
01028779
31.08.2026
HerstellerinformationAdenosin Altamedics 3 mg / ml InjektionslösungAdenosinAltamedics27.08.2026
HerstellerinformationScandicain®MepivacainHexal0333851525.08.2026
HerstellerinformationAxhidrox GlycopyrroniumDr. August Wolff Arzneimittel25.08.2026
HerstellerinformationRibosofol 50 mg / ml, Injektions- und InfusionslösungFolinsäureHikma Pharma25.08.2026
HerstellerinformationFampridin-ratiopharm 10 mg RetardtablettenFampridinratiopharm24.08.2026
ChargenrückrufPamorelin® LA 11,25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension, „ACA Müller“ACA Müller ADAG Pharma1876270420.08.2026
HerstellerinformationCarbamazepin Aristo 300 mg Retardtabletten, 200 StückCarbamazepinAristo Pharma0061229818.08.2026
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenAMK: Meldungen zu Kristallbildung bei Fentanyl-haltigen Matrixpflastern26.06.2026
Information der Institutionen und BehördenAMK/ZL: Cefaclor AL TS 125 und 250 Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen: Anwendungsfehler können eine unvollständige Rekonstitution mit Bildung von Agglomeraten begünstigen26.05.2026
Information der Institutionen und BehördenÄnderungen in der Verschreibungspflicht 26.05.2026
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Lieferengpass von Temodal® (Temozolomid) 2,5 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung: Empfehlung zur Anwendung bei Patienten, bei denen eine orale Gabe nicht vertretbar ist15.05.2026
Information der Institutionen und BehördenPEI: Librela (Bedinvetmab) Injektionslösung für Hunde: neue Nebenwirkung im Bereich des Bewegungsapparates07.04.2026
Information der Institutionen und BehördenPEI: Vimkunya (▼, Chikungunya-Impfstoff) Injektionssuspension in einer Fertigspritze: Gestattung zur Inverkehrbringung in französischer Sprache - Update02.04.2026
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Informationen zur Verfügbarkeit von Salbutamol-haltigen Arzneimitteln in pulmonaler Darreichungsform02.04.2026
Information der Institutionen und BehördenBMG: Versorgungsmangel für Ifosfamid-haltige Arzneimittel zur parenteralen Anwendung festgestellt31.03.2026
Information der Institutionen und BehördenAMK: Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL) § 40c: Austausch von biotechnologisch hergestellten biologischen Fertigarzneimitteln in Apotheken: Hinweise zu (potenziellen) Risiken bei der Substitution31.03.2026
Information der Institutionen und BehördenBfArM: regulatorische Bewertung von gemeldeten Medikationsfehlern mit Salbutamol-haltigen Inhalatoren ohne Dosiszählwerk31.03.2026

Information der Institutionen und Behörden

Handel mit potentiell gestohlenen Arzneimitteln aus Griechenland: Task Force zur Aufklärung des Sachverhalts unter Beteiligung der AMK eingerichtet

Datum:
23.07.2018
AMK / Bezugnehmend auf die aktuellen Geschehnisse um den Handel potentiell gestohlener Arzneimittel aus Griechenland über den Brandenburger Pharmahändler Lunapharm Deutschland GmbH, informiert das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF) des Landes Brandenburg mittels Pressemitteilung über die Einberufung einer Task Force (1). Neben Verwaltungsexperten sind insbesondere der Vorsitzende der AMK sowie der AkdÄ an der unabhängigen, fachlichen Bewertung des Sachverhalts beteiligt.

Derzeit werden Arzneimittel, deren Verfallsdatum noch nicht erreicht ist, zurückgerufen, bei denen der Verdacht besteht, dass diese in Griechenland gestohlen und über den Brandenburger Pharmahändler weiterverkauft wurden. Eine Übersicht der betroffenen Arzneimittel ist auf der Homepage des MASGF Brandenburg veröffentlicht (2). Eine Liste der Kunden, welche die betroffenen Arzneimittel bezogen haben, wird derzeit zusammengestellt. Diesbezügliche Chargenrückrufe veröffentlicht die AMK auf Ihrer Homepage (www.arzneimittelkommission.de) beziehungsweise in den nächsten Ausgaben der Pharmazeutischen Zeitung.

Die griechischen Behörden wurden um Stellungnahme gebeten, ob es sich bei den an Lunapharm Deutschland GmbH gelieferten Arzneimitteln tatsächlich um gestohlene Produkte handelt. Diese liegt noch nicht vor. Auch ist ungewiss, ob ein qualitätserhaltender Transport kühl aufzubewahrender Arzneimittel nach Deutschland gewährleistet wurde. Bei behördlichen Kontrollen des Brandenburger Pharmahändlers konnte nachvollzogen werden, dass Ware aus Griechenland, falls erforderlich, gekühlt angeliefert wurde. Derzeit werden die Rückstellmuster betroffener Arzneimittel laboranalytisch überprüft. Die Ergebnisse sollen nach Vorliegen veröffentlicht werden. Lunapharm Deutschland GmbH wurde zwischenzeitlich die Betriebserlaubnis entzogen.

Verunsicherten Patienten wird empfohlen sich hinsichtlich ihrer persönlichen Medikation an ihren behandelnden Arzt zu wenden. Das Brandenburger Gesundheitsministerium hat zudem ein Infotelefon geschaltet (3). Patientinnen und Patienten können sich hier täglich zwischen 10:00 und 16:00 Uhr darüber beraten lassen, welche Medikamente derzeit vom Rückruf betroffen sind und welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die Anwendung potentiell gefälschter Arzneimittel eintreten können.
Die AMK bittet ApothekerInnen Patienten bei Bedarf auf das Infotelefon hinzuweisen. Auch Apotheken können diese Hotline nutzen. Die Rufnummer lautet: 0331 866-5020. /

Quellen
1) MASGF Brandenburg; Presseinformation Nr. 116/2018: Gesundheitsministerin Diana Golze beruft Task Force zur Aufklärung des Medikamentenskandals und ergreift Maßnahmen zur Umstrukturierung in ihrer Behörde - Lunapharm wurde Betriebserlaubnis entzogen. www.masgf.brandenburg.de → Presse (Zugriff am 23. Juli 2018)
2) MASGF Brandenburg; FAQ. www.masgf.brandenburg.de → Gesundheit → FAQ. (Zugriff am 23. Juli 2018)
3) MASGF Brandenburg; Presseinformation Nr. 115/2018: Infotelefon Medikamentenhandel: Telefonische Beratung für Patientinnen und Patienten. www.masgf.brandenburg.de → Presse (Zugriff am 23. Juli 2018)