In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

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KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
ChargenrückrufStromectol 3 mg Tabletten, „kohlpharma“Ivermectinkohlpharma18162418
18162430
30.01.2026
Rote-Hand-BriefeDigimerck®DigitoxinMerck Healthcare Germany28.01.2026
ChargenrückrufFerinjectEisencarboxymaltoseVifor Pharma Deutschland28.01.2026
ChargenrückrufDriponin 3 mg Tabletten, „CC Pharma“IvermectinCC Pharma18424700
19427250
18424717
28.01.2026
ChargenrückrufOrdspono® 80 mg, Konzentrat zur Herstellung einer InfusionslösungOdronextamabRegeneron Ireland DAC1948185828.01.2026
ChargenrückrufLitalir 500 mg Hartkapseln, „1 0 1 Carefarm“Hydroxycarbamid1 0 1 Carefarm1414005828.01.2026
HerstellerinformationAcetylsalicylsäure Panpharma i.v. 500 mgAcetylsalicylsäurePanpharma27.01.2026
HerstellerinformationLuminal®PhenobarbitalDesitin Arzneimittel26.01.2026
HerstellerinformationlnfectoCillin®PhenoxymethylpenicillinlnfectoPharm Arzneimittel und Consilium23.01.2026
HerstellerinformationGlycerol 85 % BiB, 5 LFagron0460686323.01.2026
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenAMK in eigener Sache: Umfrage zu Meldungen an die AMK11.10.2022
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Lieferengpass von Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol und Trimethoprim): Beschaffung ausländischer Ware über internationale Apotheken möglich - Update11.10.2022
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Lieferengpass von Cotrimoxazol (Sulfamethoxazol und Trimethoprim): Beschaffung ausländischer Ware über internationale Apotheken möglich10.10.2022
Information der Institutionen und BehördenDie neue Ausgabe des „Bulletin zur Arzneimittelsicherheit“ ist da! 30.09.2022
Information der Institutionen und BehördenPEI: Lieferengpass von Dukoral (Cholera-Impfstoff): Vaxchora (▼, Cholera-Impfstoff) mit spanischer Beschriftung in Deutschland verfügbar02.09.2022
Information der Institutionen und BehördenAMK in eigener Sache: Melden Sie Arzneimittelrisiken bevorzugt über das Webformular der AMK 31.08.2022
Information der Institutionen und BehördenInformation der Institutionen und Behörden: Liste ausgewählter AMK-Nachrichten 1. Halbjahr 2022 (PZ 1 bis 26)02.08.2022
Information der Institutionen und BehördenInformation der Institutionen und Behörden: BMG: Evusheld® (▼, Tixagevimab/Cilgavimab): Verlängerung der Haltbarkeit einer Charge02.08.2022
Information der Institutionen und BehördenInformation der Institutionen und Behörden: BfArM: eingeschränkte Verfügbarkeit von Paracetamol- und Ibuprofen-haltigen Fiebersäften für Kinder 29.07.2022
Information der Institutionen und BehördenBMG/BfArM: mögliche regionale Ungleichverteilung Tamoxifen-haltiger Arzneimittel13.07.2022

Information der Institutionen und Behörden

AkdÄ: Polyneuropathie unter Dronedaron (Multaq)

Produkt:
Multaq
Wirkstoff:
Dronedaron
Datum:
30.06.2015
AMK / Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert über Fälle von Polyneuropathie unter dem Antiarrhytmikum Dronedaron. Der strukturell eng mit Amiodaron verwandte Wirkstoff Dronedaron wurde wegen seiner im Vergleich zu Amiodaron geringeren Lipophilie ursprünglich als der Wirkstoff mit geringerem Potential für Neurotoxizität betrachtet. Mehrere Fallberichte, die in der WHO-Datenbank und der UAW-Datenbank des BfArM dokumentiert sind, deuten darauf hin, dass Dronedaron in seltenen Fällen zu einer Polyneuropathie führen kann. Die AkdÄ berichtet nun über einen Fall, in welchem es nach etwa einjähriger Therapie mit Dronedaron zunächst zu Missempfindungen (Kribbeln, Hitzegefühl) mit verringerter Oberflächensensitivität unterhalb der Knie gekommen war. Die neurophysiologische Untersuchung bestätigte eine Neuropathie. Andere Ursachen für die Neuropathie, wie Diabetes mellitus oder Alkoholismus, lagen nicht vor und weitere Arzneimittel wurden nicht eingenommen. Ein halbes Jahr nach Absetzen des Dronedaron beginnend hatten sich die Symptome langsam bis zur späteren völligen Beschwerdefreiheit zurückgebildet. Es wird darauf hingewiesen, dass bei Patienten, die unter einer Behandlung Symptome wie zum Beispiel Sensibilitätsstörungen, muskuläre Schwäche, trophische Störungen und reduzierte Sehnenreflexe entwickeln, eine weitere Diagnostik eingeleitet und die Möglichkeit einer Nebenwirkung von Dronedaron frühzeitig in Betracht gezogen werden sollte. Bitte melden Sie unerwünschte Arzneimittelwirkungen im Zusammenhang mit Dronedaron der AMK (www.arzneimittelkommission.de). / Quellen AkdÄ; »Aus der UAW Datenbank« Entwicklung einer gemischten Polyneuropathie unter Dronedaron (Multaq®). Dtsch. Ärztebl. 2015, (112) 25: 1151f. (19. Juni 2015)