In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

JJJJ-MM-TT

Zeige Ergebnisse 1771-1780 von 3413.
KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
ChargenrückrufMethylphenidat-ratiopharm® 10 mgMethylphenidatratiopharm1428104310.01.2020
ChargenrückrufGinoRing® 0,120 mg / 0,015 mg pro 24 Stunden vaginales Wirkstofffreisetzungssystem, 3 und 6 Vaginalringe Etonogestrel, EthinylestradiolExeltis Germany13423222
13423239
07.01.2020
ChargenrückrufLevetiracetam Aurobindo 100 mg / ml 10 ml Dosierspritze 300 ml, Levetiracetam Aurobindo 250 mg und 750 mg, 100 und 200 Filmtabl., LevetiracetamAurobindo Pharma09518945
09478677
09478683
09478708
09478714
09478720
09478743
09478766
09478789
09478795
09478772
02.01.2020
ChargenrückrufIrbesartan Aurobindo 75 mg, 28 und 98 Tabletten, Irbesartan Aurobindo 150 mg, 28, 56 und 98 Tabletten, Irbesartan Aurobindo 300 IrbesartanAurobindo Pharma02718428
02722341
02723820
02724216
02724222
02724469
27.12.2019
ChargenrückrufAlfuzosin 5 – 1 A Pharma, 100 Retardtabletten Alfuzosin1 A Pharma0696392323.12.2019
ChargenrückrufAzaimun® 50 mg, 50 und 2x50 Tabletten Azathioprinmibe Arzneimittel02251522
02251580
23.12.2019
ChargenrückrufLamotrigin Aurobindo 5 mg, 50 Tabl. z. Herst. e. Susp. z. Einnehmen, Lamotrigin Aurobindo 25 mg, 50 mg, 100 mg, je 50, 100 und 2LamotriginAurobindo Pharma07712672
07712689
09478536
07712695
07712761
07712778
07712784
07712809
07713068
07713312
07713341
07713358
23.12.2019
ChargenrückrufMontelukast Aurobindo 10 mg, 100 Filmtabletten MontelukastAurobindo Pharma0006363823.12.2019
ChargenrückrufPramipexol Aurobindo 0,35 mg, 100 Tabletten, Pramipexol Aurobindo 0,7 mg, 100 Tabletten PramipexolAurobindo Pharma09779858
09780896
23.12.2019
ChargenrückrufFinasterid Aurobindo 1 mg, 98 Filmtabletten, Finasterid Aurobindo 5 mg, 50 und 100 Filmtabletten FinasteridAurobindo Pharma10252748
05454390
05454409
23.12.2019
Zeige Ergebnisse 581-588 von 588.
KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenUAW-Verdachtsfälle melden: EMA veröffentlicht Informationsblatt für Patienten11.11.2014
Information der Institutionen und BehördenColistin inhalativ und parenteral: neue EMA-Empfehlungen zur Dosierung04.11.2014
Information der Institutionen und BehördenHautverätzungen durch Chlorhexidin-haltige Lösungen zur Hautdesinfektion bei Neugeborenen: neue Warnhinweise in Produktinformationen04.11.2014
Information der Institutionen und BehördenPhosphat-haltige Klistiere bei Säuglingen: Schwere Hyperphosphatämien21.10.2014
Information der Institutionen und BehördenBei Arzneimittelrückrufen kein Austausch ohne ärztliche Verschreibung21.10.2014
Information der Institutionen und BehördenParallel vertriebenes Avastin rumänischen Ursprungs: Charge B7011B03 vorsorglich untersuchen07.10.2014
Information der Institutionen und BehördenAmygdalin-haltige Arzneimittel sind bedenklich07.10.2014
Information der Institutionen und BehördenBfArM empfiehlt, auf Manipulationen bei importiertem Mabthera (Rituximab) und HerceptinV (Trastuzumab) zu achten23.09.2014

Information der Institutionen und Behörden

AMK: Dolo-Dobendan (Cetylpyridiniumchlorid/Benzocain) 1,4 mg/10 mg Lutschtabletten: vereinzelt weiße Verfärbungen aufgrund Rekristallisation von Isomalt an der Oberfläche

Produkt:
Dolo-Dobendan
Wirkstoff:
Cetylpyridiniumchlorid/Benzocain
Datum:
24.02.2026

AMK / Im Zeitraum Januar 2024 bis heute erhielt die AMK insgesamt 19 Spontanmeldungen aus Apotheken zu mehreren Chargen von Dolo-Dobendan (Cetylpyridiniumchlorid/Benzocain) 1,4 mg/10 mg Lutschtabletten, in denen vereinzelt Lutschtabletten beanstandet wurden, die eine deutliche Weißverfärbung mit Volumenzunahme zeigten. Die Oberfläche erscheint matt, rau und spröde und teils mit Rissbildung (siehe Abbildung).

Das Mund- und Rachentherapeutikum ist zur temporären unterstützenden Behandlung schmerzhafter Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut zugelassen.

Nach Angaben der Firma handelt es sich bei den weißlichen Veränderungen um eine Rekristallisation von Isomalt an der Oberfläche der Lutschtabletten. Die vermehrt beobachtete Weißverfärbung trat nach Einführung der zuckerfreien Rezeptur im Juli 2023 auf. Im Zuge der Umstellung wurden Glukose und Sucrose durch Isomalt ersetzt; zusätzlich wurde die Beschichtung der PVC-Blisterfolie verstärkt, während die Aluminiumfolie unverändert blieb. Die Firma überprüft aktuell den gesamten Prozess der Rezepturentwicklung, Herstellung und Verpackung. Laut Firma ergab die Inspektion aller Rückstellmuster der gemeldeten Chargen keinen Befund einer Weißverfärbung (1).

Der AMK liegen ausschließlich Fälle vor, in denen das Arzneimittel bereits an Patienten abgegeben worden war. Als Ursache wird seitens der Firma gegenüber der AMK ein Feuchtigkeitseintrag infolge beschädigter Blisterzellen, etwa durch Mikrorisse in der Aluminiumfolie, vermutet. Diese können durch unsachgemäße Handhabung oder Lagerung entstehen, beispielsweise durch das Zuschneiden von Blisterpackungen oder deren Aufbewahrung außerhalb des Umkartons (unter feuchten Bedingungen).

Die beobachtete Weißverfärbung wird von der Firma als unbedenklich bewertet. Der AMK liegen Meldungen vor, in denen Patienten teilweise verfärbte Tabletten angewendet hatten. In einem Fall wurde ein abweichender Geschmack beschrieben. Unerwünschte Wirkungen wurden bislang nicht berichtet.

Laut aktueller Gebrauchsinformation ist das Arzneimittel nicht über 25 °C aufzubewahren. Darüber hinaus finden sich jedoch keine expliziten Hinweise darauf, dass Blisterpackungen unversehrt und in der Umverpackung zu lagern sind (2). Die beschriebene Weißverfärbung ist ebenfalls nicht erwähnt.

Vor diesem Hintergrund regt die AMK an, entsprechende Angaben in die Gebrauchsinformation aufzunehmen beziehungsweise Anpassungen der Blisterfolie (zum Beispiel Alu/Alu-Blister) zu prüfen, um eine bessere Feuchtigkeitsbarriere zu erreichen.

Blisterpackungen von Dolo-Dobendan Lutschtabletten könnten möglicherweise gezielt zugeschnitten worden sein, um eine bedarfsgerechte Menge abzuteilen. Die AMK bittet deshalb Apothekerinnen und Apotheker, bei Reklamationen von Patienten wegen farblich veränderter Lutschtabletten, die scheinbar intakten Blisterzellen auf mögliche Beschädigungen hin zu prüfen und dies in der AMK-Meldung zu dokumentieren. Patienten sollten zudem darauf hingewiesen werden, Blister nicht körpernah oder unter Einwirkung von Wärme, Feuchtigkeit oder mechanischer Belastung aufzubewahren.

Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit Dolo-Dobendan Lutschtabletten sind bitte unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /

Quellen
1.) Reckitt Benckiser Deutschland GmbH an AMK (E-Mail-Korrespondenz); DOLO-DOBENDAN 1,4 mg/10 mg Lutschtabletten - Weißungseffekt […]. (9. Februar 2026)
2.) Reckitt Benckiser Deutschland GmbH; Gebrauchsinformation Dolo-Dobendan 1,4 mg/10 mg Lutschtabletten, Stand September 2022.