In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

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KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
ChargenrückrufCamlostar 16 mg / 5 mg HartkapselnCandesartan, AmlodipinAristo Pharma1254066418.03.2026
HerstellerinformationThiamazol 40 mg inject. Henning InjektionslösungThiamazolSanofi-Aventis Deutschland0270865416.03.2026
HerstellerinformationYimmugo®Biotest Pharma16.03.2026
ChargenrückrufMemantin Abdi Startpackung 5 mg  /  10 mg  /  15 mg  /  20 mg FilmtablettenMemantinAbdi Farma1757080716.03.2026
ChargenrückrufPramipexol-neuraxpharm 0,18 mg TablettenPramipexolneuraxpharm Arzneimittel07408862
07408885
12.03.2026
ChargenrückrufIkervis® 1mg / 1ml Augentropfen, EmulsionCiclosporinSanten1113076311.03.2026
Rückrufe allgemeinGelonida SchmerztablettenParacetamol, CodeinPfizer Pharma07240061
02848757
09.03.2026
ChargenrückrufGastrografin®AmidotrizoesäureBayer Vital00408497
01246186
09.03.2026
HerstellerinformationBinocritEpoetin alfaHexal06.03.2026
ChargenrückrufIbuflam 600 mg Lichtenstein FilmtablettenIbuprofenZentiva Pharma0631340903.03.2026
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenBMG/BfArM: Ergänzende Informationen zum Lieferengpass von Tamoxifen-haltigen Arzneimitteln - Update10.07.2023
Information der Institutionen und BehördenPEI: Lieferengpass von Typhim Vi® (Typhus-Polysaccharid-Impfstoff): Freigabe einer Charge in englisch-französisch-spanischer Aufmachung für den deutschen Markt04.07.2023
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Lieferengpass Calciumfolinat-haltiger Parenteralia: Einschränkung der Distributionswege und eine kontingentierte Abgabe angeordnet - Update26.06.2023
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Lieferengpass Jinarc® (▼, Tolvaptan) 15 mg und 45 mg: Gestattung des Inverkehrbringens mit nicht zulassungskonformer Gebrauchsinformation21.06.2023
Information der Institutionen und BehördenBMG/PEI: Versorgungsmangel für Atgam® (▼, equines Anti-T-Lymphozytenglobulin) festgestellt20.06.2023
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Lieferengpass Norvir® (Ritonavir) 100 mg, Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen: Gestattung des Inverkehrbringens von Packungen in englischer Aufmachung19.06.2023
Information der Institutionen und BehördenAMK in eigener Sache: Neues Video: Wie Arzneimittelrisiken an die AMK gemeldet werden können30.05.2023
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Lieferengpass Metalcaptase® (Penicillamin) 300 mg: Gestattung des Inverkehrbringens mit einem nicht freigabespezifikationskonformen Ergebnis09.05.2023
Information der Institutionen und BehördenBMG/BfArM: Versorgungsmangel für Antibiotika-haltige Säfte für Kinder festgestellt25.04.2023
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Ozempic® (Semaglutid) und Trulicity® (Dulaglutid): Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung für Patienten mit Typ 2 Diabetes05.04.2023

Herstellerinformation

Informationsschreiben zu diversen Insulin-haltigen Arzneimitteln der Lilly Deutschland GmbH: Einstellung des Vertriebs

Hersteller:
Lilly Deutschland GmbH
Datum:
24.04.2026

AMK / Die Firma Lilly Deutschland GmbH informiert mittels Informationsschreiben über die Einstellung der Vermarktung von Liprolog® (Insulin lispro) und Berlinsulin® (Insulin human) sowie der 5er-Packungen von Abasaglar® (Insulin glargin), Huminsulin® (Insulin human), Humalog® (Insulin lispro) und Lyumjev® KwikPens (Insulin lispro) bis Ende letzten Jahres. Restbestände wurden im ersten Quartal 2026 abverkauft.

Um das Risiko einer Unterbrechung der Insulintherapie zu vermeiden, ist es erforderlich, betroffene Patienten rechtzeitig auf eine alternative Insulintherapie umzustellen. Weiterhin sollten keine neuen Patienten auf die genannten Insulinpräparate eingestellt werden.

Auch ist sicherzustellen, dass alle Patienten über Änderungen in der Insulinbehandlung beraten werden. Dies schließt gegebenenfalls eine notwendige Dosisanpassung sowie eine zusätzliche Blutzuckerkontrolle ein, insbesondere bei Schwangeren und Kindern, da bei diesen das Risiko einer Hypoglykämie erhöht sein kann. Beim Wechsel auf eine neue Darreichungsform bzw. auf ein neues Applikationssystem kann zudem eine Schulung der Patienten erforderlich sein.

Die Firma weist ferner darauf hin, dass die Umstellung der Insulintherapie zu einer instabilen Stoffwechsellage führen kann, welche wiederum Beeinträchtigungen im täglichen Leben des Patienten (z. B. beim Führen eines Kraftfahrzeugs) zur Folge haben kann. Die Umstellung muss daher unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Weitere Informationen, wie eine Übersicht alternativer Insuline, sind dem Informationsschreiben zu entnehmen. 

Die AMK bittet Apothekerinnen und Apotheker, Patienten angemessen zu informieren und Risiken im Zusammenhang mit der Umstellung auf neue Insulinpräparate unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /


Quellen
BfArM; Informationsschreiben der Lilly Deutschland GmbH zur Markteinstellung der Arzneimittel Liprolog®, Berlinsulin® und der 5er-Packungen von Abasaglar®, Huminsulin®, Humalog®, Lyumjev® KwikPens®. www.bfarm.de → Arzneimittel → Arzneimittelinformationen → Lieferengpässe → Maßnahmen des BfArM (Zugriff am 23. April 2026)