In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

JJJJ-MM-TT

Zeige Ergebnisse 1291-1300 von 3436.
KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
ChargenrückrufLosar-Denk 25 mg, 50 mg und 100 mg, 98 Filmtabletten, LosarHCT-Denk 50 mg / 12,5 mg und 100 mg / 12,5 mg, 98 Filmtabletten, Denk Pharma12443174
12443180
12443151
12443197
11732870
27.09.2021
ChargenrückrufVitamin D3 K2 Hevert plus Calcium und Magnesium 1000 IE und 2000 IE, 60 und 120 Kapseln Hevert-Arzneimittel & Co. K16336937
17206734
16890444
17206740
27.09.2021
ChargenrückrufLosartan-Kalium axcount 12,5 mg, 28 Filmtabletten, Losartan-Kalium axcount 25 mg, 50 mg und 100 mg, 28, 56 und 98 Filmtabletten axcount Generika05458376
02495224
02495230
02495247
05458399
05458407
05458436
05458442
05458459
05458465
27.09.2021
ChargenrückrufMowiberon, 20, 50, 100 und 150 Kapseln Rodisma-Med Pharma03355330
03355413
03355436
04637674
27.09.2021
Herstellerinformation27.09.2021
Herstellerinformation27.09.2021
ChargenrückrufAristo Pharma06903275
06903281
06903298
06903306
06903312
06903329
06903335
06903341
06903358
07510589
07510603
07510626
07510632
07510684
07510738
07510804
07510939
07510945
24.09.2021
ChargenrückrufZentiva Pharma16222493
16222501
16222518
16222524
16222530
16222547
16222470
16222487
16200497
24.09.2021
ChargenrückrufDexcel Pharma06474578
00615931
00615948
00615954
00621972
00621989
00621995
00629005
00629011
00629028
09333571
09333588
09333594
08998989
08998995
08999109
09333602
09333619
09333625
24.09.2021
ChargenrückrufLosartan 12,5 - 1 A Pharma®, 21 Filmtabletten; Losartan 25, 50, 75 und 100 - 1 A Pharma® je 28, 56 und 98 Filmtabletten; Losarta1 A Pharma05368986
05368992
05369000
05369017
05369023
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05369052
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05369081
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05369112
05892380
09294210
05892517
21.09.2021
Zeige Ergebnisse 591-598 von 598.
KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenUAW-Verdachtsfälle melden: EMA veröffentlicht Informationsblatt für Patienten11.11.2014
Information der Institutionen und BehördenColistin inhalativ und parenteral: neue EMA-Empfehlungen zur Dosierung04.11.2014
Information der Institutionen und BehördenHautverätzungen durch Chlorhexidin-haltige Lösungen zur Hautdesinfektion bei Neugeborenen: neue Warnhinweise in Produktinformationen04.11.2014
Information der Institutionen und BehördenPhosphat-haltige Klistiere bei Säuglingen: Schwere Hyperphosphatämien21.10.2014
Information der Institutionen und BehördenBei Arzneimittelrückrufen kein Austausch ohne ärztliche Verschreibung21.10.2014
Information der Institutionen und BehördenParallel vertriebenes Avastin rumänischen Ursprungs: Charge B7011B03 vorsorglich untersuchen07.10.2014
Information der Institutionen und BehördenAmygdalin-haltige Arzneimittel sind bedenklich07.10.2014
Information der Institutionen und BehördenBfArM empfiehlt, auf Manipulationen bei importiertem Mabthera (Rituximab) und HerceptinV (Trastuzumab) zu achten23.09.2014

Information der Institutionen und Behörden

Die AMK in Zahlen: Das Jahr 2025

Datum:
03.03.2026

AMK / Im Jahr 2025 gingen bei der AMK Geschäftsstelle insgesamt 11.154 Spontanmeldungen zu Verdachtsfällen von Qualitätsmängeln und unerwünschten Wirkungen ein (siehe Abbildung 1). Diese stammten aus 4.978 verschiedenen (Krankenhaus )Apotheken (1). Damit setzt sich der bereits in den Vorjahren beobachtete Anstieg fort. Insgesamt nahm die Anzahl an Meldungen um 272 Fälle zu und auch die Zahl der meldenden Apotheken erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 21. 

Insgesamt 535 Meldungen im Jahr 2025 betrafen (potenzielle) Anwendungsfehler beim Mounjaro KwikPen (Pharm. Ztg. 2025, Nr. 6, S. 81–83). Das aufgetretene Fehlerbild unterstreicht die Notwendigkeit einer umfassenden Aufklärung und Beratung von Patienten in der Apotheke vor Ort.

Im Jahr 2025 bezogen sich 94 Prozent aller Meldungen auf Arzneimittel: 8.795 verschreibungspflichtige Arzneimittel, inklusive 311 Betäubungsmittel, und 1.697 nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel. 662 Meldungen bezogen sich auf Lebensmittel inklusive Nahrungsergänzungsmittel, Medizinprodukte, Drogen und Chemikalien sowie weitere Produkte, wie Rezepturen oder Kosmetika.

Die Anzahl der Spontanberichte zu unerwünschten Wirkungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 678 auf insgesamt 3.498 (siehe Tabelle 1).

Hierunter fanden sich 661 Meldungen, die aufgrund der Schwere der beschriebenen Nebenwirkung innerhalb von 15 Tagen an die zuständigen Bundesoberbehörden weitergeleitet wurden (2). Meldungen zu unerwünschten Wirkungen machten einen Anteil von 31 Prozent aller eingegangenen Spontanberichte aus. Sieben Prozent (168 Meldungen) aller Nebenwirkungsmeldungen zu Fertigarzneimitteln bezogen sich auf eine Arzneimittelsubstitution (aut idem/aut simile).

Die Anzahl und der Anteil an Medikationsfehlermeldungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr (2025: 624 [19,2 %], 2024: 348 [12,3 %]), was vor allem auf das zuvor genannte Fallgeschehen zum Mounjaro KwikPen zurückzuführen ist. Die Verdachtsmeldungen zu Arzneimittelmissbrauch waren leicht rückläufig (2025: 41, 2024: 50).

Unter den berichteten Verdachtsmeldungen zu Qualitätsmängeln (7.656 Meldungen) wurden, wie in den Jahren zuvor, am häufigsten Verpackungsfehler gemeldet, gefolgt von mechanischen Defekten, galenischen Mängeln und Deklarationsmängeln (siehe Tabelle 2). Zu vermuteten Manipulationen beziehungsweise Fälschungen gingen insgesamt 18 Meldungen im Jahr 2025 ein. 

Die AMK erhielt 355 Einsendungen (2024: 503, 2023: 462). Bei 11 Prozent aller eingesandten Muster wurde eine Untersuchung im Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker e. V. veranlasst. Etwa jede dritte Laboruntersuchung (27,5 Prozent) bestätigte den vorliegenden Verdachtsfall. Ergänzend hat sich die Zahl an zugesandten Fotos/Bilddokumentationen an die AMK weiter erhöht (2025: 4.208, 2024: 4.071); somit enthielten über 37 Prozent aller Meldungen zusätzliches Bildmaterial, zum Beispiel als Dateianhang zu den Webformularen der AMK (3).

Im Jahr 2025 wurden 9.067 Berichte online an die AMK übermittelt; ein Anteil von rund 81 Prozent.

Die AMK veröffentlichte im Jahr 2025 insgesamt 263 Risikoinformationen; hierunter 23 Rote-Hand- und Informationsbriefe, 19 Informationen der AMK sowie 62 weitere Nachrichten zu Risiken von Arzneimitteln oder anderen Produkten, die von Behörden, Herstellern und relevanten Institutionen veröffentlicht wurden.

Zudem wurden 142 Chargenrückrufe, 6 Chargenüberprüfungen sowie 11 Rückrufe über die AMK bekanntgegeben. 

Insgesamt 28 AMK-Nachrichten beruhten auf 778 Meldungen aus 692 Apotheken. Weitere 784 Spontanberichte aus 693 Apotheken führten zur Einleitung korrektiver, risikominimierender Maßnahmen beim betroffenen Hersteller. Die Apotheken leisteten somit auch im Jahr 2025 einen unverzichtbaren Beitrag zur Erhöhung der Arzneimittel(therapie)sicherheit und damit für die Patientensicherheit in Deutschland.

Die AMK bedankt sich für das Engagement der Apothekerinnen und Apotheker und bittet darum, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Qualitätsmängeln von Arzneimitteln vorzugsweise online unter www.arzneimittelkommission.de zu melden. /
 

Tabelle 1: Anzahl der Verdachtsmeldungen zu Nebenwirkungen (Fertigarzneimittel und andere Produktgruppen), Medikationsfehlern und Missbrauch an die AMK im Jahr 2025

Kategorie

Anzahl

Anteil in Prozent

Meldungen zu unerwünschten Wirkungen, gesamt

3.498

100,0

Nebenwirkungen (Fertigarzneimittel)

2.321

 

66,4

Minderwirkung mit Verdacht auf Qualitätsmangel (Fertigarzneimittel)

182

5,2

Medikationsfehler (Fertigarzneimittel)

610

17,4

Missbrauch (Fertigarzneimittel)

38

1,1

 

Meldungen zu unerwünschten Wirkungen bei anderen Produktgruppen

347

9,9

 

Tabelle 2: Anzahl der Verdachtsmeldungen zu Qualitätsmängeln bei Fertigarzneimittel und andere Produktgruppen an die AMK im Jahr 2025 (Anteile enthalten Rundungsdifferenzen)

Kategorie

Anzahl

Anteil in Prozent

Meldungen zu Qualitätsmängeln, gesamt

7.656

100,0

Verpackungsfehler

3.798

49.6

Mechanische Defekte

1.916

25,0

Galenische Mängel

1.530

20,0

Deklarationsmängel

368

4,8

Manipulation bzw. Fälschung

18

0,2

Sonstiges

26

0,3

 

Quellen
1) AMK; Zahlen und Fakten. www.arzneimittelkommission.de → Zahlen und Fakten (Zugriff am 3. März 2026)
2) EMA; ICH E2D Post-approval safety data management - Scientific guideline. www.ema.europa.eu/en/ich-e2d-post-approval-safety-data-management-scientific-guideline (Zugriff am 20. Februar 2026)
3) AMK; AMK in eigener Sache: Melden Sie Arzneimittelrisiken bevorzugt über das Webformular der AMK. Pharm. Ztg. 2022, (167) 35: 77.