In dieser Rubrik finden Sie nicht nur neue Arzneimittel aufgelistet, sondern auch die aktuellen Nachrichten der Arzneimittelkommission (AMK), wie z. B. Rückrufe oder Rote-Hand-Briefe. Sie können außerdem in unserem Archiv gezielt nach früheren Informationen suchen.

Wichtige Arzneimittelinformationen

JJJJ-MM-TT

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KategorieProduktWirkstoffHerstellerPZNsDatum
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Rezurock®Belumosudil Sanofi01.05.2026
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Jublia® Efinaconazol Almirall01.05.2026
Neue Arzneimittel
mit Abgabesituation
Ojemda® Tovorafenib Ipsen Pharma01.05.2026
ChargenrückrufHydromorphon Painbreak 8 mg, RetardtablettenHydromorphonPB Pharma1425687829.04.2026
Rote-Hand-BriefeBendamustin Accord 25 mg / ml Konzentrat zur Herstellung einer InfusionslösungBendamustinAccord Healthcare28.04.2026
ChargenrückrufOxycodon-HCl beta 40 mg RetardtablettenOxycodon-HClbetapharm Arzneimittel04681698
04681712
27.04.2026
ChargenrückrufTinctura Tormentillae (70 %) 1:5, API, 100 ml, 250 ml und 1 lTinctura Tormentillae (70 %) 1:5Caesar & Loretz18890230
18890253
18890247
27.04.2026
Rückrufe allgemeinAtorimib® APONTIS® 10 mg / 10 mg Tabletten, 90 Stück, Atorimib® APONTIS® 10 mg / 80 mg Tabletten, 90 StückEzetimib, AtorvastatinApontis Pharma Deutschland18766228
18766317
27.04.2026
ChargenrückrufFampridin-ratiopharm 10 mg RetardtablettenFampridinratiopharm17668558
17668564
18391811
27.04.2026
HerstellerinformationLilly Deutschland24.04.2026
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KategorieTitelDatum
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Lieferengpass bei Vindesin-haltigen Arzneimitteln: Fachgesellschaften empfehlen bei akuter lymphatischer Leukämie und Burkitt-Leukämie eine Überbrückung mit Vincristin13.05.2024
Information der Institutionen und BehördenPRAC/EMA: Chlorhexidin-haltige Arzneimittel zur Anwendung auf der Haut und entsprechende Fixdosiskombinationen: Risiko persistierender Hornhautschädigung und erheblicher Sehbehinderung13.05.2024
Information der Institutionen und BehördenBfArM: Irenat® (Natriumperchlorat) Tropfen: Inverkehrbringung von Ware aus Österreich ab Mai 2024 mit abweichender Dosierung zum deutschen Arzneimittel - Update08.05.2024
Information der Institutionen und BehördenBMG/BfArM: Versorgungsmangel für Arzneimittel mit der Wirkstoffkombination Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil festgestellt - Update07.05.2024
Information der Institutionen und BehördenAkdÄ: Sekundäre Knochenmarkaplasie aufgrund eines Medikationsfehlers: Einnahme von Cecenu® (Lomustin) anstelle von CEC® (Cefaclor)02.05.2024
Information der Institutionen und BehördenCHMP/EMA: Ruhen der Zulassungen von Arzneimitteln empfohlen, deren Bioäquivalenzstudien von Synapse Labs Pvt. Ltd, Indien, durchgeführt wurden - Update 25.03.2024
Information der Institutionen und BehördenBfArM/Bezirksregierung Köln: Gestattung gemäß § 79 Abs. 5 AMG für Natriumperchlorat Dyckerhoff 300 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, als Fertigarzneimittel ohne Zulassung19.03.2024
Information der Institutionen und BehördenPEI: Appell, die Bestellung saisonaler Grippeimpfstoffe gemäß Bedarfsplanung bis 31. März 2024 abzuschließen19.03.2024
Information der Institutionen und BehördenBMG/BfArM: Versorgungsmangel für Natriumperchlorat-haltige Arzneimittel festgestellt27.02.2024
Information der Institutionen und BehördenDie AMK in Zahlen: Das Jahr 202327.02.2024

Herstellerinformation

Hinweise zur sicheren Handhabung von Revlimid (Lenalidomid) Kapseln

Hersteller:
Celgene GmbH
Produkt:
Revlimid
Wirkstoff:
Lenalidomid
Datum:
31.05.2016

AMK / Aus mehreren Apotheken erhielt die AMK Meldungen zu Revlimid®- Kapselbrüchen, sowohl während, als auch bereits vor der Entnahme aus dem Primärpackmittel. Die Firma Celgene GmbH, 81829 München, informiert nun in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern über die sichere Handhabung des Arzneimittels.

Da es sich bei Lenalidomid (Indikation Multiples Myelom und Myelodysplastische Syndrome) um ein Thalidomid-Derivat handelt, welches ebenfalls als teratogen gilt, ist über die Vorsichtsmaßnahmen, die mit der Abgabe auf T-Rezept verbunden sind hinaus, besonders zum Schutz von Haushaltsangehörigen und von Pflegepersonal, die Beachtung einiger Hinweise erforderlich.

Die AMK bittet darum, Patienten oder deren Angehörige und Pflegepersonal entsprechend der folgenden Hinweise zu informieren:


Die Kapseln sollten nicht mit Druck auf die Mitte oder mit Druck auf beide Kapselenden aus dem Blister gedrückt werden, da dies zu Verformungen und zum Brechen der Kapsel führen kann. Es wird empfohlen, die Kapsel mit Druck auf nur ein Kapselende aus dem Blister zu drücken (Abbildung).

Pflegepersonal beziehungsweise Angehörige des Patienten sollten bei der Handhabung des Arzneimittels Einmalhandschuhe tragen. Beim Ausziehen der Handschuhe ist eine Exposition der Haut zu vermeiden und die Handschuhe sind in einer verschließbaren Plastiktüte zu entsorgen. Abschließend sind die Hände gründlich mit Wasser und Seife zu waschen.

Falls der Revlimid-Umkarton oder sein Inhalt sichtbare Beschädigungen aufweist, muss dieser unverzüglich in eine Plastiktüte überführt und diese sicher verschlossen werden. Diese soll unmittelbar anschließend zur sicheren Entsorgung in die Apotheke gebracht werden.

Eine Verteilung und das Einatmen von Pulver aus zerdrückten oder gebrochenen Kapseln muss vermieden werden. Die Staubentwicklung in der Luft kann minimiert werden, indem ein feuchtes Tuch mit ausreichender Flüssigkeit über das Pulver gelegt wird. Danach soll die Fläche gründlich mit Seife und Wasser gereinigt und getrocknet werden. Alle kontaminierten Materialen sind in einer verschließbaren Plastiktüte zu entsorgen.

Falls es zu einer Berührung mit dem Pulver gekommen ist, muss die exponierte Stelle gründlich mit Seife unter fließendem Wasser gewaschen werden. Falls die Augen mit dem Pulver in Kontakt gekommen sind, müssen die Augen sofort mit reichlich Wasser für mindestens 15 Minuten gespült werden. Falls Kontaktlinsen getragen werden, sollten diese entfernt und entsorgt werden. Kommt es zu Irritationen, soll ein Augenarzt aufgesucht werden.

Vorfälle sollen umgehend dem verschreibenden Arzt und/oder dem Apo­theker gemeldet werden.
Um das Risiko für Haushaltsangehörige des Patienten und für Pflegepersonal zu minimieren, bittet die AMK darum, das Arzneimittel bei Wareneingang oder vor Abgabe, unter Einhaltung der nötigen Vorsichtsmaßnahmen, auf beschädigte Kapseln zu prüfen. Bitte melden Sie Qualitätsmängel und UAW im Zusammenhang mit Revlimid der AMK (www.arzneimittelkommission.de).


Quellen

  • Celgene an AMK (E-Mail-Korrespondenz); Kapselbrüche Revlimid®. (23. Mai 2016)